Letztes Update am Sa, 23.02.2019 11:28

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Oberösterreich

45 Mal ohne Führerschein erwischt: 23-Jähriger muss Österreich verlassen

Ein 23-jähriger war 45 Mal ohne Führerschein unterwegs. So sammelten sich Strafen in der Höhe von 135.000 Euro an.

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© TT/Thomas Böhm(Symbolfoto)



Vöcklabruck – Ein notorischer Verkehrssünder, der bereits 45 mal in Oberösterreich ohne Führerschein am Steuer erwischt worden war, ist Medienberichten zufolge aus Österreich ausgewiesen worden. Der führerscheinlose 23-jährige Bosnier soll bereits Verwaltungsstrafen in Höhe von 135.000 Euro angesammelt und diese offenbar nur marginal abbezahlt haben.

Zudem hätte der junge Mann eine Gefängnisstrafe von insgesamt drei Jahren und drei Monaten absitzen müssen, hieß es. Laut den Oberösterreichischen Nachrichten (Samstag-Ausgabe) hat er die Strafen zum Teil auch verbüßt. „Eine Freiheitsstrafe von mehr als sechs Wochen ist bei Verwaltungsdelikten unzulässig. Zwischen zwei Haftantritten müssen außerdem sechs Monate vergehen“, wird Johannes Beer von der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck zitiert.

Für den in Österreich aufgewachsenen Bosnier sei es laut den Medienberichten nie Thema gewesen, einen Führerschein zu machen. Zum ersten Mal ohne Führerschein am Steuer eines Wagens aufgefallen soll er den Beamten im Jahr 2014 bei einer Verkehrskontrolle sein. Weiters soll er laut ORF Oberösterreich Fahrzeuge teils illegal umgebaut und Nummerntafeln selbst gebastelt oder gefälscht haben.

Da die hohen Verwaltungsstrafen offenbar noch nicht abbezahlt sind und gegen den 23-Jährigen auch noch wegen des Verdachtes des gewerbsmäßigen Betruges ermittelt wird, soll nun das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl die Ausweisung des Mannes nach dem Fremdenrecht veranlasst haben. Eine Ausweisung oder ein Aufenthaltsverbot sei nicht nur nach Gerichtsdelikten, sondern auch nach einer Vielzahl von Verwaltungsübertretungen möglich, hieß es. Weder die Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck noch das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl waren für eine Stellungnahme erreichbar. (APA)