Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 06.03.2019


Innsbruck

GPS-Tracker führte Innsbrucker Polizei zu Fahrraddieben

Ein feuerzeuggroßes Gerät hat einer rumänischen Bande einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Ihre Beute versuchten die Diebe während der Verfolgung durch die Polizei in einem Waldstück loszuwerden.

© PowUnityIhre Beute versuchten die Diebe während der Verfolgung durch die Polizei in einem Waldstück loszuwerden.



Innsbruck, Hall – Ein E-Bike im Wert von rund 6000 Euro haben Mitglieder einer rumänischen Diebesbande in der Nacht auf Sonntag im Eingangsbereich eines Hauses im Innsbrucker Stadtteil Hötting gestohlen. Doch die Freude über die Beute währte nicht lange, wie Stefan Sinnegger, Geschäftsführer der Firma PowUnity zu berichten weiß. Denn das Rad des Opfers war mit einem GPS-Tracker des Innsbrucker Unternehmens ausgestattet, mit dessen Hilfe die Ortung möglich war.

Am Sonntagmorgen entdeckte der Besitzer des Fahrrades beim Blick auf sein Handy die Benachrichtigung in der App, dass sein Rad gegen 22.45 Uhr gestohlen und mittlerweile in Thaur abgestellt worden war. Gemeinsam mit seinem Anwalt machte er sich auf den Weg zu seinem gestohlenen Fahrrad und verständigte außerdem die Polizei. Die App führte den Innsbrucker zu einem aufgelassenen Bauernhof. Doch bevor er dort ankam, erhielt er die Mitteilung, dass das Diebesgut erneut bewegt wurde. Die beiden folgten der Spur in ein wenig befahrenes Waldgebiet bei Hoch-Rum. Dort kam ihnen ein auffälliges Fahrzeug mit ausländischem Kennzeichen entgegen. Kurz darauf fanden sie das gestohlene E-Bike und zu ihrem Erstaunen noch zwei weitere Fahrräder in einem Waldstück, säuberlich verpackt zum Abtransport. Der Polizei gelang es, die drei Täter auszuforschen und die Räder sicherzustellen. Wie die Polizei in Hall bestätigt, handelt es sich bei den mutmaßlichen Dieben um Mitglieder einer rumänischen Bande.

Bei dem Gerät, das den Besitzer und die Polizeibeamten auf die Spur der Fahrraddiebe brachte, handelt es sich laut PowUnity-Geschäftsführer Stefan Sinnegger um ein feuerzeuggroßes Teil, das unter der Abdeckung des E-Bike-Motors montiert wird. Strom bezieht es einerseits vom Motor selbst, aber auch über einen eigenen Akku. Der GPS-Tracker wurde von dem Innsbrucker Unternehmen entwickelt und kostet rund 200 Euro. (np)