Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 26.03.2019


Exklusiv

Das Millionengeschäft mit der Drogensucht in Innsbruck

Laut Abwasserstudie hat sich der Kokainanteil in Innsbruck in zwei Jahren verdoppelt. Auch Cannabis wird gern geraucht. Ein Millionengeschäft, das sich Einheimische und Zuwanderer aufteilen.

Polizeibeamte mit einer sichergestellten Hanfpflanze. Der Eigenanbau boomt auch in Tirol.

© zeitungsfoto.atPolizeibeamte mit einer sichergestellten Hanfpflanze. Der Eigenanbau boomt auch in Tirol.



Von Thomas Hörmann

Innsbruck – Weltstadt Innsbruck: Zumindest beim Kokain-­Konsum scheint dieser Ehrentitel gerechtfertigt. Beim Abwasservergleich von 75 Europäischen Regionen belegt die Tiroler Landeshauptstadt in Bezug auf Kokain-Rückstände den 23. Rang, noch vor der spanischen Metropol­e Madrid. Tendenz durchaus steigend – laut Studie der Innsbrucker Gerichtsmedizin haben sich die Kokainrückstände seit 2016 verdoppelt. Die beliebteste illegale Droge ist aber weiterhin Cannabis. Und das mit großem Abstand – etwa 90 Prozent der Drogenrückstände im Abwasser entfallen auf Haschisch und Marihuana. Insgesamt – so schätzt die Gerichtsmedizin aufgrund der Abwasserdaten – werden im Großraum Innsbruck Drogen im Schwarzmarkt-Wert von bis zu 100 Millionen Euro pro Jahr konsumiert. Österreichweit dürfte der Jahresumsatz sogar über einer Milliarde liegen.

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