Letztes Update am Do, 28.03.2019 06:31

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Zeugenaufruf

Zwei Männer wollten Achtjährige in Absam in Auto locken

Zwei Männer haben am Montag in Absam versucht, ein Mädchen in ein Auto zu locken. Die Eltern sind informiert, die Polizei ermittelt.

(Symbolfoto)

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Von Nikolaus Paumgartten

Absam – Es ist ein Vorfall von Anfang der Woche, der dieser Tage in Absam für Gesprächsstoff sorgt: Am Montag wurde eine achtjährige Schülerin der Volksschule Absam-Dorf auf dem Nachhauseweg von zwei unbekannten Männern aus einem großen dunkelblauen Fahrzeug heraus angesprochen. „Mir tätn di nach Hause führen“, sollen die beiden im Tiroler Dialekt gesagt haben. Das Mädchen reagierte richtig und folgte der Aufforderung nicht, die Männer fuhren daraufhin davon.

Die Polizei in Hall bestätigt den Vorfall – bis dato ein Einzelfall, den man jedoch sehr ernst nehme, wie Inspektionskommandant Martin Mayr erklärt. An den vergangenen beiden Tagen habe man daher verstärkt Streifen in das Gebiet geschickt, in dem sich der Vorfall zugetragen hat. Laut Beschreibung der Achtjährigen dürften die beiden Männer rund 40 Jahre alt sein. Der Fahrer war rasiert, hatte schwarzes Haar und eine schmale Statur. Der Beifahrer hatte „hochgegelte“ schwarze Haare mit grünen Spitzen, war rasiert und von fester Statur.

„Wir stehen im Kontakt mit der Schuldirektorin und haben außerdem auch die Schulleiterin der anderen Volksschule des Dorfes im Ortsteil Eichat informiert“, sagt Mayr. Nun wird in den Schulen der Lockversuc­h aufgearbeitet und das richtige Verhalten im Ernstfall besprochen. Am Dienstag hat außerdem Schuldirektorin Eva Saurwein die Eltern der Kinder der Volksschule Absam-Dorf per Brief von dem Vorfall in Kenntnis gesetzt. Gegenüber der TT erklärt die Direktorin, dass man bereits beim Einschulen darauf hinweise, Kinder möglichst nicht alleine auf den Schulweg zu schicken. Das heiße nicht, dass ein Erwachsener dabei sein müsse, sondern dass Kinder möglichst in der Gruppe unterwegs sein sollten.

Das allerdings sei nicht immer möglich, gibt Halls Inspektionskommandant Mayr zu bedenken. Er appelliert an die Eltern, mit den Kindern das richtige Vorgehen zu besprechen. „Wenn ein Kind von Fremden angesprochen wird, soll es weitergehen, wird es angegriffen, dann soll es laut losschreien“, rät er.