Letztes Update am So, 31.03.2019 09:42

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


USA

Tödlicher Telefonstreich: US-Polizei erschoss Unbeteiligten

In Kansas wird ein Familienvater von der Polizei erschossen. Ein 26-Jähriger hatte die Einsatzkräfte per Notruf fälschlicherweise zu ihm geschickt – wegen einer 1,50 Dollar-Wette. Er zeigte sich geständig – jetzt muss er für viele Jahre hinter Gitter.

(Symbolfoto)

© Reuters(Symbolfoto)



Wichita – In den USA ist ein 26-Jähriger zu einer langen Gefängnisstrafe verurteilt worden, weil er einen Telefonstreich mit tödlichem Ausgang verübt hatte, meldet die Nachrichtenagentur AP. Der Mann hatte ein Fall von „Swatting“ verübt. Dabei handelt es sich um eine Art von üblem Streich, bei dem durch einen gestellten Telefonanruf bei der Polizei der Einsatz eines Spezialkommandos – in den USA „Swat-Team“ genannt – bei einer bestimmten Adresse provoziert wird.

Auslöser des „Swattings“ in dem speziellen Fall war ein Streit zwischen Online-Spielern um eine Partie im Shooter „Call of Duty: WWII“. Es ging um eine Wette in Höhe von 1,50 Dollar. Einer der Spieler, ein Mann aus Ohio, stiftete den Verurteilten an, seinen Kontrahenten zu „swatten“. Dieser ging darauf ein, rief aus Los Angeles bei der Polizei in Wichita im US-Bundesstaat Kansas an und meldete fälschlicherweise eine Schießerei und eine Entführung an der vermeintlichen Adresse des anderen Online-Spielers.

Dumm nur: Die Adresse war falsch. Ein völlig unbeteiligter 28-jähriger Mann, Vater von zwei Kindern, öffnete der Polizei und wurde von dieser erschossen. Er war jedoch unbewaffnet. Der Vorfall ereignete sich bereits im Jahr 2017. Der Angeklagte bekannte sich schuldig, den Anruf gemacht zu haben. Er muss nun für 20 Jahre ins Gefängnis. (TT.com)

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.




Schlagworte