Letztes Update am Sa, 13.04.2019 21:03

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kolumbien

Kurz vor Waffenruhe: Soldat bei Rebellenangriff in Kolumbien getötet

Für die Osterfeiertage hatte die Guerillagruppe eine einseitige Waffenruhe erklärt. Wenige Stunden vor ihrem Beginn töteten sie einen Soldaten mit selbst gebauten Sprengsätzen.

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Medellin – Wenige Stunden vor Beginn einer Feuerpause für die Osterfeiertage ist ein Soldat in Kolumbien bei einem Angriff der linken Guerillagruppe ELN ums Leben gekommen. Der Mann sei im Verwaltungsgebiet Antioquia getötet worden, als die Rebellen selbst gebaute Sprengsätze auf dessen Einheit abgefeuert hätten, teilte die Streitkräfte am Samstag mit.

Die ELN hat für die Osterfeiertage eine einseitige Waffenruhe erklärt. Vom 14. bis 21. April würden ihre Kämpfer keine militärischen Offensiven beginnen und sich lediglich verteidigen, teilte das Oberkommando der Gruppe mit. Die Osterwoche ist in Kolumbien die wichtigste Zeit für Urlaub und Familienbesuche.

Seit dem Friedensvertrag der Regierung mit der größeren Rebellengruppe FARC 2016 ist die marxistisch-leninistische Nationale Befreiungsarmee (ELN) die letzte noch aktive Guerillaorganisation in dem südamerikanischen Land. Mit ihren rund 1500 Kämpfern greift sie immer wieder Ölpipelines an und nimmt Geiseln.

Im Jänner verübte die ELN einen schweren Bombenanschlag auf eine Polizeiakademie in der Hauptstadt Bogotá. 21 Menschen kamen dabei ums Leben. Die Regierung des konservativen Präsidenten Ivan Duque brach die Friedensgespräche mit den Rebellen daraufhin ab. (APA/dpa)