Letztes Update am Mo, 06.05.2019 16:12

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Verdacht der Tierquälerei

20 Kühe und ein Hund auf Kärntner Bauernhof verendet: Spurensuche läuft

Die Untersuchungen sollen frühestens in einigen Tagen, aber wohl eher in den kommenden Woche Ergebnisse liefern. Der 41-jährige Landwirt befand sich weiter im Spital.

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© Thomas Böhm / TT(Symbolfoto)



Feldkirchen – Im Fall der toten Rinder in einem Kärntner Stall hat sich die Zahl der verendeten Tiere auf über 20 erhöht. Das sagte Robert Derhaschnig von der Bezirkshauptmannschaft Feldkirchen am Montag. Das Ergebnis der Untersuchung der Tiere liege vorerst allerdings nicht vor. Es müssen Kulturen angelegt und chemische Untersuchungen durchgeführt werden. Mehr als fünf Tonnen Kadaver wurden eingesammelt.

Das Institut für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen des Landes Kärnten hat insgesamt 16 tote Kühe und mehrere Kälber gezählt. Die erwachsenen Tiere waren alle gemeldet, bei den Kleinen dagegen nicht alle. Laut Derhaschnig wurde am Sonntag auch noch in einem Nebengebäude ein toter Hund gefunden. Die nun veranlassten Untersuchungen sollen frühestens in einigen Tagen, aber wohl eher in den kommenden Woche Ergebnisse liefern.

Landwirt weiter im Spital

Der 41-jährige Landwirt befand sich am Montag weiterhin im Spital. Die Polizei hat indessen mit der Befragung seines Umfelds begonnen. Er soll sehr zurückgezogen gelebt haben. Der Kontakt zu Verwandten und Nachbarn war laut Derhaschnig „eher eingeschränkt“. Ein Bericht an die Staatsanwaltschaft sei nun in Vorbereitung. Außerdem dürfte ein vorläufiges Tierhalteverbot verhängt werden.

Am Freitag hatte sich der Landwirt selbst in das Klinikum Klagenfurt bringen lassen. Als seine Angehörigen am Samstag nach seinen Tieren sehen wollten, fanden sie die verwesten Kadaver im Stall und alarmierten die Polizei. Diese hat Ermittlungen wegen des Verdachts der Tierquälerei aufgenommen. (APA)