Letztes Update am Do, 09.05.2019 10:27

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Oberösterreich

Mordprozess in Wels: Frau mit 68 Messerstichen getötet

Der 45-jährige Angeklagte gab vor Gericht an, Erinnerungslücken zu haben. Ein Urteil ist noch für den Donnerstag geplant.

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Wels – Gegen einen 45-jährigen Kroaten, der 2018 mit 68 Messerstichen seine von ihm getrennt lebende Frau in Bad Schallerbach getötet haben soll, wurde am Donnerstag im Landesgericht Wels der Mordprozess eröffnet. Er habe laut ersten Einvernahmen noch mal mit der Ehefrau über die Trennung reden wollen, dann sei die Situation eskaliert. Der Angeklagte ist geständig, verweist aber auf Erinnerungslücken.

Nachdem sich das Paar getrennt hatte, ist die 48-Jährige zu Verwandten nach Bad Schallerbach in Oberösterreich gezogen. Dort lebte sie allein in einer Wohnung in einem Mehrparteienhaus. Im März des Vorjahres stand der in Kroatien lebende Ehemann dann plötzlich bei ihr vor der Tür, um „noch einmal mit ihr über alles zu reden“, heißt es in der Anklageschrift. Im Zuge dieser Unterredung war es in den früheren Morgenstunden dann zu der Bluttat gekommen.

Nachbarn hörten aus der Wohnung des Opfers Schreie und verständigten die Polizei. Als die Beamten eintrafen, öffnete der Tatverdächtige die Türe. Für die Frau kam jede Hilfe zu spät, der Mann ließ sich widerstandslos festnehmen. Seitdem sitzt er in Wels in U-Haft. Die Staatsanwaltschaft erhob Mordanklage.

Der Kroate, der laut Gutachten zur Tatzeit zurechnungsfähig war, dürfte mit einem Küchenmesser 68 mal auf sein Frau eingestochen haben. An den Tathergang konnte er sich bisher nach eigenen Angaben nicht mehr genau erinnern. Ein Urteil ist für Donnerstag am späten Abend geplant. (AÜA)




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