Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 11.05.2019


Bezirk Schwaz

Weniger Straftaten im Bezirk: Leben in Schwaz ist sicherer geworden

Um 3,8 % weniger Delikte wurden 2018 angezeigt als im Jahr davor. Bemerkenswert ist der Rückgang von 22 % bei Einbruchdiebstählen.

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© Thomas BöhmSymbolfoto.



Schwaz – 3816 Delikte wurden im Bezirk Schwaz im vergangenen Jahr angezeigt. Das ist ein Rückgang von 151 Fällen (-3,8 %), teilen die Bezirkshauptmannschaft und das Bezirkspolizeikommando in einer Aussendung mit.

Geklärt wurden 2070 Fälle, was einer Aufklärungsquote von 54,2 Prozent entspricht und eine Steigerung von 3,5 Prozent bzw. 60 Deliktfällen gegenüber 2017 bedeutet. Dass das Leben im Bezirk offenbar sicherer geworden ist, untermauern weitere Zahlen der Kriminalstatistik.

Sowohl in den Bereichen „Strafbare Handlungen gegen fremdes Vermögen“ (2056 Anzeigen, -5,7 %,) und „Strafbare Handlungen gegen Leib und Leben“ (925 Anzeigen/meist Verkehrs- und Skiunfälle, -4,2 %,) als auch bei Anzeigen wegen Falschgeld (-47,2 %) sind Rückgänge verzeichnet worden.

1032 Diebstähle wurden laut Anzeigenstatistik im Vorjahr im Bezirk Schwaz begangen. Auch hier ist ein Rückgang von 8,9 Prozent zu verzeichnen. Im Wesentlichen handelt es sich übrigens um Ladendiebstahl, Diebstahl von Fahrrädern und von Wintersportgeräten. Als „bemerkenswert“ bezeichnet die Polizei den Rückgang bei den Einbruchdiebstählen von 21,9 Prozent auf 55 Fälle. Aufgrund der Strategievereinbarungen wird der kriminaltechnische Schwerpunkt 2019 dennoch auf die Bekämpfung der Einbruchkriminalität gelegt, teilt die Polizei mit.

Steigerungen gab es indes u. a. bei Betrügereien im Internet – um 13,8 Prozent auf 22 Delikte. Nicht zuletzt die Gründung einer Bezirkskriminaldienstgruppe sorgte dafür, dass zehn Prozent mehr Suchtmitteldelikte angezeigt wurden und bei den 305 Fällen die Aufklärungsquote bei 95,5 Prozent lag.

Auch im Straßenverkehr war die Polizei fleißig im Einsatz: Nach 15.841 Alkoholvortests gab es insgesamt 336 Anzeigen. Mit 358 Anzeigen und 5987 Organmandaten wurden Autofahrer wegen überhöhter Geschwindigkeit abgestraft. 1484 Autofahrer mussten zahlen, weil sie nicht angeschnallt waren, und 792 Autolenker, weil sie ohne Freisprecheinrichtung telefonierten. (TT, ad)