Letztes Update am Fr, 10.05.2019 15:52

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutschland

Vater steht unter Mordverdacht: Zwei Kinder in Dresden getötet

In Dresden kommen zwei Kinder gewaltsam zu Tode. Der Vater des zwei Jahre alten Mädchens und des fünf Jahre alten Bubs steht unter Tatverdacht. Auch die Mutter soll verletzt sein.

Zunächst hieß es, dass ein Kind getötet und eines schwer verletzt worden sei.

© dpaZunächst hieß es, dass ein Kind getötet und eines schwer verletzt worden sei.



Dresden – In einer Familie in Dresden sind zwei Kinder getötet worden. Gegen den Vater des zwei Jahre alten Mädchens und des fünf Jahre alten Bubens wird wegen zweifachen Mordes ermittelt, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte. Die Polizei hatte zunächst von einem getöteten und einem lebensgefährlich verletzten Kind berichtet. Die Tat ereignete sich am Donnerstagabend.

Gegen den 55-Jährigen wurde inzwischen Haftbefehl erlassen. Die Mutter der Geschwister wurde verletzt und auch der unter Tatverdacht stehende Vater weist Verletzungen auf.

Informationen des Mitteldeutschen Rundfunks Sachsen, wonach es einen Familienstreit gegeben haben soll, bestätigten die Ermittler nicht. Die 26-jährige Mutter der Kinder wird den Angaben zufolge in einem Dresdner Krankenhaus behandelt.

55-Jähriger in Untersuchungshaft

Der dringend Tatverdächtige wurde am Freitagnachmittag dem Ermittlungsrichter am Dresdner Amtsgericht vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen Verdachts des Mordes in zwei Fällen. Der 55-Jährige befindet sich in Untersuchungshaft.

Am Donnerstagabend nahmen die Ermittler umfangreiche kriminaltechnische Untersuchungen am Tatort vor. Dabei wurden sie von der Tatortgruppe des Landeskriminalamtes Sachsen unterstützt.

Erst im vergangenen Jahr hatte es zwei Fälle mit toten Kindern in Dresden gegeben – beide im Plattenbauviertel Gorbitz. In einem Fall hatte ein Vater seine drei Jahre alte Tochter erstickt. Er wurde im September zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Die Richter stellten außerdem die besondere Schwere der Schuld fest, die eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren nahezu ausschließt.

Im zweiten Fall läuft derzeit der Prozess vor dem Dresdner Landgericht: Ein Vater ist angeklagt, seine zwei kleinen Töchter (drei und sechs Jahre alt) bei einem Wochenendbesuch heimtückisch und grausam getötet zu haben. Als Motiv vermutet die Staatsanwaltschaft die nicht überwundene Trennung des Mannes von seiner Frau. (APA/AFP/dpa)




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