Letztes Update am Mo, 13.05.2019 08:39

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutschland

Missbrauch auf Campingplatz: Opfer mussten andere misshandeln

Einem Medienbericht zufolge waren mehrere Vergewaltigungsopfer auf dem Campingplatz in Nordrhein-Westfalen noch kleine Kinder. Einige der Opfer sollen zudem gezwungen worden sein, ihrerseits andere Kinder zu missbrauchen.

Auf dem Campingplatz in Lügde soll der Hauptbeschuldigte mit einem Komplizen über Jahre hinweg Kinder missbraucht und dabei gefilmt haben.

© dpaAuf dem Campingplatz in Lügde soll der Hauptbeschuldigte mit einem Komplizen über Jahre hinweg Kinder missbraucht und dabei gefilmt haben.



Lügde – Nach der Missbrauchsserie auf einem Campingplatz im nordrhein-westfälischen Ort Lügde haben die Ermittler ihren Abschlussbericht offenbar an die Staatsanwaltschaft übergeben. Wie das Westfalen-Blatt (Montagsausgabe) berichtet kam bei den Ermittlungen zutage, dass mehrere Opfer gezwungen wurden, ihrerseits andere Kinder sexuell zu missbrauchen.

Der Hauptbeschuldigte soll dem Bericht der Ermittler zufolge 28 Kinder missbraucht haben, sein Komplize 18. Wie die Zeitung weiter berichtet waren einige Vergewaltigungsopfer noch kleine Kinder. Einer der beiden Männer soll zudem einige seiner Opfer auf dem Campingplatz gezwungen haben, ihrerseits andere Kinder zu missbrauchen. Dabei soll er sie angeleitet und gefilmt haben.

Zu den frühesten Missbrauchsfällen des Hauptbeschuldigten soll es bereits in den 1990er-Jahren gekommen sein. Sie sind inzwischen verjährt. Wie das „Westfalen-Blatt“ weiter berichtet, wird die Staatsanwaltschaft Detmold aufgrund der jetzt vorgelegten Unterlagen voraussichtlich in dieser Woche erste Anklagen erheben. (APA/AFP)