Letztes Update am Mo, 20.05.2019 10:49

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Innsbruck

„Grüß-Göttin“-Schild beschmiert: Aktivistin (43) ging auf Polizisten los

Im Zusammenhang mit einer neuerlichen Attacke auf das „Grüß-Göttin“-Schild beim Kreisverkehr Innsbruck-Mitte hat die Polizei eine 43-Jährige auf frischer Tat ertappt. Sie wurde verhaftet – und ging gewaltsam gegen die Polizeibeamten vor.

Die Polizei überprüfte einen Verdächtigen, der angeblich Farbdosen bei sich hatte

© Zeitungsfoto.atDie Polizei überprüfte einen Verdächtigen, der angeblich Farbdosen bei sich hatte



Innsbruck – Ein Schild sorgt für Randale: Das Grüß-Göttin-Schild beim Kreisverkehr Innsbruck-Mitte wurde, wie berichtet, am Sonntagnachmittag schon wieder Ziel eines Anschlags. Diesmal wurde der Schriftzug mit schwarzer Farbe übermalt.

Aufmerksame Zeugen beobachteten aber die Täterin, und informierten die Polizei, wie der Pradler Chefinspektor Hubert Thonhauser erzählt: „Eine Streife von uns war zufällig ganz in der Nähe und konnte die Frau auf frischer Tat betreten.“ Die 43-Jährige zeigte sich gegenüber den Beamten wenig einsichtig – eher im Gegenteil: Ihre Aktion rechtfertigte sie mit den aktuellen Vorgängen in der Regierung. „Sie hat von Anfang an ein sehr renitentes Verhalten gezeigt und sie war sich sehr bewusst, was sie tut“, so Thonhauser.

Angriff auf Polizeibeamten

Anfänglich versuchte die Aktivistin noch, die Flucht zu ergreifen, weshalb sie letztlich festgenommen wurde. Die Polizisten nahmen die Frau zur Einvernahme in die Polizeiinspektion Innsbruck-Pradl mit, wo die Situation zunehmend eskalierte. Die 43-Jährige wurde noch aggressiver und ging schließlich sogar auf einen Polizisten los. Sie lief auf einen Beamten zu und stieß ihn gegen einen Kasten. Dann trat sie mit ihrem Knie gegen seinen Oberschenkel. Der Polizist wurde zum Glück nicht verletzt.

Dennoch dürfte diese Aktion der Frau eine zusätzliche Anzeige zum Verdacht der Sachbeschädigung einbringen. „Es handelt sich um einen tätlichen Angriff auf einen Polizeibeamten. Dafür droht eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren“, erklärt Thonhauser. (TT.com)

Eine Frau wurde im Zusammenhang mit dem Vandalakt festgenommen.
Eine Frau wurde im Zusammenhang mit dem Vandalakt festgenommen.
- Nindler/TT



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