Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 21.05.2019


Reutte

Einbruch bei Plansee in Reutte gibt Rätsel auf

Im Herz Plansees, dem Verwaltungsgebäude, wurde in der Nacht auf Sonntag eingebrochen. Sonntagfrüh nahmen Polizei und das LKA Tirol ihre Arbeit auf.

Im Herz Plansees, dem Verwaltungsgebäude, wurde in der Nacht auf Sonntag eingebrochen.

© Mittermayr HelmutIm Herz Plansees, dem Verwaltungsgebäude, wurde in der Nacht auf Sonntag eingebrochen.



Breitenwang — In der Nacht auf Sonntag war das Headquarter von Plansee Ziel eines Einbruchs. Die Werkssicherheit entdeckte Sonntag gegen 4.30 Uhr Einbruchsspuren im Verwaltungsgebäude. Türen und Schreibtische, auch die Büros der Vorstände waren aufgebrochen und Geld in Kleinstmengen entwendet worden. So wurde etwa ein Kaffeeschweinchen zertrümmert und der Inhalt mitgenommen. Der Sachschaden dürfte höher sein als das erbeutete Diebesgut — zumindest augenscheinlich. Denn was wirklich geschah, weiß noch niemand. Sonntagfrüh nahmen Polizei und das LKA Tirol ihre Arbeit auf.

Plansee-Vorstand Bernhard Schretter: „Es gibt weder einen Generalverdacht noch eine Generalabsolution. Für uns ist das eine große Sache, denn der erste Eindruck könnte auch täuschen." Auch alle Mitarbeiter, die in der Nachtschicht waren, müssen überprüft werden. Der Bogen der Möglichkeiten spanne sich von Kleinkriminalität bis zu großer Werksspionage. Die eigenen Unternehmen im Ausland wurden gewarnt, die Belegschaft informiert.

Auch Vorstand Karlheinz Wex kann sich keinen Reim darauf machen: „Wirklicher Schaden hätte etwa bei einem Eindringen in IT-Serverräume anderer Gebäude angerichtet werden können. Aber das sind Hochsicherheitszonen." Bisher weise überhaupt nichts darauf hin, dass versucht wurde, Plansee zu hacken. Sollten es „nur gewöhnliche" Einbrecher gewesen sein, dann waren sie „mutig, frech und dumm, denn sie mussten immer mit der Werkssicherheit rechnen und im Verwaltungsgebäude ist nichts zu holen", erklären Wex und Schretter unisono. (hm)




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