Letztes Update am Di, 21.05.2019 15:01

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Innsbruck

Raub an Innsbrucker Busbahnhof war nur vorgetäuscht

Ein 65-Jähriger alarmierte Anfang März die Polizei, nachdem er angeblich von vier Männern gestoßen und bestohlen worden war. Doch der Raub war nur erfunden.

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© TT/Thomas BöhmSymbolfoto.



Innsbruck – Es war 0.45 Uhr, als am 7. März ein 65-Jähriger am Innsbrucker Bahnhof auf einen Bus wartete. Plötzlich sei er von vier Unbekannten von hinten gestoßen worden. Er sei gestürzt, die Männer hätten ihm die Brieftasche gestohlen. So sagte es der Einheimische damals bei der Polizei aus. Eine Bankomat-, und die Sozialversichungskarte sowie ein dreistelliger Bargeldbetrag waren weg. Die Gesichtsverletzungen des vermeintlichen Opfers wurden in der Klinik behandelt. Eine sofortige Fahndung verlief negativ.

Im Laufe der Ermittlungen wurden die Zweifel an diesem Szenario jedoch immer größer. Letztlich war die Beweislast so erdrückend, dass das vermeintliche Opfer schließlich zugab, den Raub erfunden zu haben. Tatsächlich sei er über einen Randstein gestolpert und deshalb zu Fall gekommen. Warum er nicht die Wahrheit gesagt habe, hätte er laut Aussendung der Polizei nicht erklären können. Der 65-Jährige wird nun bei der Staatsanwaltschaft wegen Vortäuschens einer mit Strafe bedrohten Handlung angezeigt. (TT.com)