Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 23.05.2019


Gerichtssplitter

„Speed“ sollte Schub geben: Geldstrafe für Tiroler Jungunternehmer

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© Thomas BöhmSymbolfoto.



Stress plagte einen Tiroler Jungunternehmer. An zwei florierende Filialen reihten sich Erschöpfungszustände. Diese versuchte der heute 33-Jährige mit dem Amphetamin „Speed" auszugleichen. Wie so oft benötigte der Unternehmer immer mehr vom Aufputschmittel — und begann laut Staatsanwalt Robert Mader selbst Amphetaminhandel, um seine Sucht zu finanzieren. Auch nicht immer das große Geschäft: So konnte der 33-Jährige zwar ein Kilo für „günstige" 5000 Euro erwerben, der Stoff war jedoch von so schlechter Qualität, dass er nur ein Fünftel des üblichen Reinsubstanzgehalts aufgewiesen hatte. Auch darin orientierte sich die Strafe. Sie blieb mit zur Hälfte bedingten 2100 Euro Geldstrafe mitsamt Bewährungshilfe im unteren Rahmen.

Freispruch im Hunde-Prozess

Gleich drei Damen hatten eine 71-Jährige bezichtigt, ihre beiden Hunde beim Gassigehen zu quälen. Von Fußtritten und Schlägen mit der Leine war da gestern am Landesgericht die Rede. Die Innsbruckerin bezeichnete sich wiederum als Tierschützerin und sprach von Falschprotokollierung bei der Polizei. Dies dürfte noch Folgen haben. Da gezielte Tierquälerei nicht erweisbar war, erging zu den Hunden aber ein Freispruch. (fell)