Letztes Update am So, 09.06.2019 09:26

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Homophobie

Prügelattacke auf lesbisches Paar in London: Verdächtige wieder frei

Gegen Kaution wurden fünf Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren wieder freigelassen. Sie sollen vergangene Woche ein lesbisches Paar in einem Londoner Bus brutal verprügelt haben.

Dieses Foto der beiden jungen Frauen mit blutverschmierten Gesichtern und Kleidung schockierte die britische Öffentlichkeit.

© facebook/melaniapeese (ScreenshoDieses Foto der beiden jungen Frauen mit blutverschmierten Gesichtern und Kleidung schockierte die britische Öffentlichkeit.



London — Nach einer brutalen Prügelattacke gegen ein lesbisches Paar in einem Nachtbus in London hat die Polizei fünf festgenommene Verdächtige gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt. Für Anfang Juli gebe es eine Vorladung der Verdächtigen, teilte die Polizei am Samstag mit. Nach weiteren Verdächtigen werde derzeit nicht gesucht.

Die Londoner Polizei hatte am Freitag vier Verdächtige im Alter zwischen 15 und 18 Jahren in Gewahrsam genommen. Am Samstag wurde zudem ein 16-Jähriger festgenommen.

Polizei spricht von "widerwärtiger Attacke"

Der Angriff hatte sich am Donnerstag vergangener Woche ereignet. Die 28-jährige Melania Geymonat und ihre Freundin Chris waren von einer Jugendgang den Angaben zufolge attackiert und ausgeraubt worden. Die Jugendlichen hätten sie umstellt, vulgär beleidigt und aufgefordert, sich zu küssen, sagte Geymonat dem Sender BBC am Freitag.

Auf ihre Weigerung hin seien sie erst mit Münzen beworfen worden, anschließend hätten die Verdächtigen auf sie eingeschlagen, sagte die aus Uruguay stammende Geymonat. Ihre Freundin kommt nach Berichten britischer Zeitungen aus den USA.

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Nach Polizeiangaben wurden die beiden Frauen mehrmals heftig geschlagen, bevor die mutmaßlichen Täter geflohen seien. Die beiden Opfer mussten wegen Gesichtsverletzungen im Krankenhaus behandelt werden. Die Polizei sprach von einer „widerwärtigen Attacke". Bilder aus Videoüberwachungskameras würden ausgewertet. (APA/AFP)