Letztes Update am So, 09.06.2019 09:47

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Walter Lübcke

Politiker mit Kopfschuss getötet: Mann aus Gewahrsam entlassen

Wie geht es in dem Fall des erschossenen Kasseler Politikers Lübcke weiter? Ein Mann wurde in Gewahrsam genommen und von der Polizei vernommen. Nun durfte er wieder gehen.

Deutsche, die nicht für die Grundwerte des Landes einstehen, könnten das Land auch verlassen. Diese Aussage des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke von 2015 ist vielen Rechten offenbar Grund genug, sich über seinen gewaltsamen Tod zu freuen.

© dpaDeutsche, die nicht für die Grundwerte des Landes einstehen, könnten das Land auch verlassen. Diese Aussage des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke von 2015 ist vielen Rechten offenbar Grund genug, sich über seinen gewaltsamen Tod zu freuen.



Kassel – Der im Fall des erschossenen Kasseler Politikers Walter Lübcke (CDU) in Gewahrsam genommene Mann ist wieder entlassen worden. „Er wurde befragt und konnte danach gehen“, sagte ein Polizeisprecher Sonntag früh. Mehr Details gab er nicht bekannt. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung („FAZ“) hatte zuvor berichtet und von einer Festnahme gesprochen.

Es handle es sich um einen jüngeren Mann, der in privater Beziehung zu dem 65-jährigen CDU-Politiker gestanden haben solle, berichtete die FAZ unter Berufung auf Ermittlerkreise. Auf die Spur des Mannes sei die Polizei durch die umfangreiche Auswertung privater Daten des Getöteten gekommen. Dazu habe dem Vernehmen nach auch die Auswertung seines Mobiltelefons gehört, schrieb die FAZ weiter.

Auf Terrasse aus nächster Nähe erschossen

Lübcke war in der Nacht zum vergangenen Sonntag gegen 0.30 Uhr auf der Terrasse seines Wohnhauses in Wolfhagen-Istha bei Kassel mit einer Schussverletzung am Kopf entdeckt worden. Der Schuss war den Ermittlungen zufolge aus nächster Nähe abgegeben worden.

Die Trauerfeier für den Regierungspräsidenten des deutschen Landkreises Kassel ist für den 13. Juni in der Stadt Kassel geplant. In der Martinskirche werde es einen Trauergottesdienst mit „protokollarischen Ehrenbekundungen“ geben, kündigte eine Regierungssprecherin an. (APA/dpa)

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