Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 28.06.2019


Tirol

Prozessspiel vor zwei OGH-Präsidenten in Innsbruck

Jus-Studenten der Universität Innsbruck holten beim hochkarätigen Prozessspiel Moot Court erstmals den Sieg nach Innsbruck. Bühne war der Schwurgerichtssaal.

Auch OGH-Präsidentin Elisabeth Lovrek und Hubertus Schumacher (OGH Liechtenstein) verlangten die Argumente Überlegungen ab.

© Foto TT/Rudy De MoorAuch OGH-Präsidentin Elisabeth Lovrek und Hubertus Schumacher (OGH Liechtenstein) verlangten die Argumente Überlegungen ab.



Von Reinhard Fellner

Innsbruck – In so genannten Moot Courts werden von Jus-Studenten in einem Prozessspiel Gerichtsverhandlungen simuliert. Die künftige Juristen-Elite transformiert so schon theoretisches Wissen in perfekte Rhetorik, geschliffene Formulierungen und sicheres Auftreten. Das Bundesfinale im Messen der Fakultäten fand letzten Freitag pünktlich zum 350-Jahr-Jubiläum der Universität in Innsbruck statt. Und in welchem Rahmen! Klaus Schröder, Präsident des Oberlandesgerichts, stellte den Schwurgerichtssaal zur Verfügung. Im Richtersenat befanden sich für die Teilnehmer dann gleich zwei Präsidenten eines Obersten Gerichtshofs: Elisabeth Lovrek für den OGH in Wien und der Innsbrucker Anwalt Hubertus Schumacher als amtierender Präsident des OGH in Liechtenstein.

Innsbrucker Professoren für Zivilrecht (Andreas Schwartze, Simon Laimer und Martin Trenker) hatten den Moot Court organisiert und die Fakultäten-Teams mit drei herausfordernden Fällen des Obersten Gerichtshofs konfrontiert. Ein komplexer Gewährleistungsfall, Schadenersatz wegen Baumängeln und der Rücktritt von einem voreilig erteilten Vorkaufsrecht waren von den als Advokaten agierenden Studenten zu lösen.

Vor dem hochkarätigen Senat kam es dann erstmals überhaupt für die Universität Innsbruck vor Linz und der WU Wien (beide ex aequo) zu einem Heimsieg. Wissen und exzellente Rhetorik brachten Nicola Pfisterer, Sahra Wallenta und Antonia Werner den Sieg, sie machten damit der Universitätsstadt Innsbruck alle Ehre. Aus gut informierten Quellen erfuhr die TT, dass die Siegerehrung in der Villa Blanca bis in die Morgenstunden dauerte.


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