Letztes Update am Mi, 17.07.2019 06:32

DPA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutschland

Erstes Urteil gegen Anstifter im Missbrauchsfall Lügde erwartet

Vor dem Landgericht Detmold sind drei Männer im Missbrauchsfall Lügde angeklagt. Gegen einen von ihnen soll es jetzt ein Urteil geben. Der Mann aus Niedersachsen soll angestiftet haben – übers Internet.

Der Campingplatz in Lügde, auf dem jahrelang Kinder missbraucht worden sein sollen.

© APA/dpa/Christian MathiesenDer Campingplatz in Lügde, auf dem jahrelang Kinder missbraucht worden sein sollen.



Detmold – Im Missbrauchsfall Lügde will das Landgericht Detmold an diesem Mittwoch ein erstes Urteil sprechen. Angeklagt, unter anderem wegen Anstiftung zum schweren sexuellen Missbrauch und Beihilfe zum sexuellen Missbrauch von Kindern, ist ein heute 49-jähriger Mann aus Stade in Niedersachsen.

Heiko V. soll von 2010 bis 2011 an mindestens vier Webcam-Übertragungen beim Missbrauch von Kindern auf einem Campingplatz bei Lügde in Nordrhein-Westfalen teilgenommen haben. Das Landgericht Detmold hatte dieses Verfahren am zweiten Tag im Hauptprozess gegen die Angeklagten Andreas V. und Mario S. abgetrennt.

Seine Taten sind laut Anklage nicht vergleichbar mit den Vorwürfen gegen die beiden Dauercamper aus Lügde und Steinheim. Im Gegensatz zu diesen beiden Männern war Heiko V. nie auf dem Campingplatz an der Landesgrenze zu Niedersachsen, wo über Jahre mehr als 40 Kinder hundertfach sexuell missbraucht wurden. Alle drei sind Deutsche.

Da Heiko V. ein Geständnis abgelegt hat und keine Zeugen gehört werden, hat das Landgericht nur einen Prozesstag angesetzt. Der mit 17 Uhr ungewöhnlich späte Prozessstart liegt nach Angaben des Gerichts am vollen Terminkalender eines Gutachters. (dpa)

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