Letztes Update am Mi, 17.07.2019 22:36

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wien

Mann stach in Wien-Favoriten auf Frauen ein: Polizei sucht Täter

Nach Messerattacken in Wien-Favoriten auf zwei Frauen sucht die Polizei einen etwa 25-jährigen jungen Mann mit dunklen kurzen Haaren. Das hat sich nun unter anderem aus der Befragung der beiden angegriffenen Frauen ergeben.

Der Humboldt-Platz in Wien-Favoriten, wo es am Dienstagabend zu den zwei Messerattacken kam.

© APA/SchlagerDer Humboldt-Platz in Wien-Favoriten, wo es am Dienstagabend zu den zwei Messerattacken kam.



Wien – Ein unbekannter Mann hat am Dienstag gegen 19.15 Uhr innerhalb nur weniger Sekunden auf zwei Frauen im Bereich des Humboldtplatzes in Wien-Favoriten eingestochen. Der Täter konnte unerkannt flüchten, eine sofort eingeleitete Fahndung blieb erfolglos, berichtete die Polizei am Mittwoch. Die beiden Frauen im Alter von 21 und 40 Jahren wurden schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert.

Nach der Befragung der Frauen hat sich ergeben, dass der Gesuchte etwa 25 Jahre alt ist und dunkle, kurze Haare hat.

Die Befragung der 40- und der 21-jährigen Frau bestätigte der Polizei außerdem den Ablauf der Tat im Wesentlichen. Demnach stach der bisher Unbekannte gegen 19.15 Uhr innerhalb nur weniger Sekunden auf die beiden im Bereich des Humboldtplatzes ein und entkam unerkannt. Der Täter war zu Fuß unterwegs und attackierte zunächst die 40-Jährige mit einem scharfkantigen Gegenstand ohne ersichtlichen Grund. Er versetzte ihr einen Stich im Genickbereich. Die Verletzung dürfte aber zum Glück nicht so tief sein.

Attackierte auch 21-jährige Schwangere

Das Opfer konnte in ein nahegelegenes Restaurant in der Keplergasse flüchten. Daraufhin ging der Mann wenige Meter weiter und stach auf die 21-Jährige ein, die er im Brustbereich verletzte. Ihre Verletzung war schwerer als die des anderen Opfers. Die 21-Jährige dürfte schwanger sein. Beide Frauen wurden in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Polizei hielt an den Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten Mordes fest.

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Nach dem Täter wurde sofort – jedoch erfolglos – gefahndet. „Dabei kam auch ein speziell auf Blut trainierter Spürhund zum Einsatz“, sagte Eidenberger. Aus den Einvernahmen der beiden Frauen ergab sich jedenfalls, dass es sich um ein- und dem selben Täter handeln dürfte. Die Betroffenen beschrieben den etwa 25-jährigen Dunkelhaarigen als etwa 1,75 Meter groß und schlank.

Dass das Motiv in einer Beziehungstat zu suchen ist, wurde am Mittwoch immer unwahrscheinlicher. Beide Frauen dürften den Aggressor nicht gekannt haben. Ebenso wenig kannten sie einander.

Der Gastronom, in dessen Restaurant sich das 40-jährige Opfer geflüchtet hatte, schilderte im Gespräch mit der APA die dramatischen Momente. Demnach bat sie um Hilfe, wie Orkan Ö. erzählte. „Wir haben ihr sofort Eis und Tücher für die Verletzung beschafft. Dann habe ich die Polizei verständigt.“ Aus dem Park am Humboldtplatz habe er Schreie vernommen. Den Täter habe er nicht gesehen, sagte der Gastwirt. (APA)