Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 19.07.2019


Exklusiv

Häftlinge in Innsbruck wollten sich mit Geiselnahme freipressen

Justizministerium bestätigt, dass allfällige Fluchtpläne in der Justizanstalt Innsbruck verhindert wurden. Justiz verstärkte Sicherheitsvorkehrungen.

Im Ziegelstadel sollte für einen Fluchtversuch ein Justizwachebeamter überwältigt werden.

© Thomas BöhmIm Ziegelstadel sollte für einen Fluchtversuch ein Justizwachebeamter überwältigt werden.



Von Peter Nindler

Innsbruck – Dass die Justizanstalt Innsbruck mit Häftlingen überbelegt, was die Anzahl der Justizwachebeamten betrifft, jedoch unterbesetzt ist, sorgt seit Jahren für heftige politische Diskussionen. Von 162 Planstellen sind derzeit 154 besetzt, fünf weitere BeamtInnen befinden sich laut einer parlamentarischen Anfrage der SPÖ im Dauerkrankenstand. Wie SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim betont, sei es aufgrund der angespannten Personalsituation innerhalb der Justizwache 2018 österreichweit zu insgesamt 180 Fluchtversuchen gekommen, von denen 47 erfolgreich gewesen sind. Erst vor zwei Wochen konnte ein Ausbruch in der Justizanstalt Innsbruck vereitelt werden. Das bestätigte gestern das Justizministerium.

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