Letztes Update am Mo, 22.07.2019 11:14

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Lehrplan

Achter Jahrestag: Norwegens Schulen sollen sich mit Terrortat von Utöya befassen

Die Anschläge des Rechtsterroristen Anders Behring Breivik jährten sich am Montag zum achten Mal. Er hatte auf der Insel 77 Menschen getötet. Kinder und Jugendliche in Norwegen sollen nun in der Schule lernen, die Angriffe in einem größeren Zusammenhang zu sehen.

Wenige Tage nach dem Massaker legt eine Frau Blumen an einem improvisierten Denkmal nieder. Auf der Insel Utöya (im Hintergrund) starben 77 Menschen, die meisten davon Jugendliche.

© Jonathan Nackstrand/AFPWenige Tage nach dem Massaker legt eine Frau Blumen an einem improvisierten Denkmal nieder. Auf der Insel Utöya (im Hintergrund) starben 77 Menschen, die meisten davon Jugendliche.



Oslo/Utöya – Die Terroranschläge in Oslo und Utöya mit 77 Toten sollen künftig in den Lehrplan von norwegischen Schulen einfließen. Kinder und Jugendliche sollten zu dem Terrorismus unterrichtet werden, der Norwegen vor acht Jahren heimgesucht habe, berichtete die norwegische Zeitung Verdens Gang nach einer Gedenkveranstaltung anlässlich des Jahrestags am späten Sonntagabend in Oslo.

Es sei nicht nur wichtig, die Angriffe zu verstehen, sondern auch, sie in einen größeren Zusammenhang zu setzen, wurde Bildungsminister Jan Tore Sanner von dem Blatt zitiert. Deshalb sei es selbstverständlich, dass der Stoff in Schulen gelehrt werden solle, sagte er demnach. Ein Zeitplan wurde nicht genannt.

Die Anschläge des Rechtsterroristen Anders Behring Breivik jährten sich am Montag zum achten Mal. Er hatte am 22. Juli 2011 zunächst eine Autobombe im Regierungsviertel von Oslo gezündet und im Anschluss auf der Insel Utöya Dutzende Teilnehmer eines Ferienlagers der Jugendorganisation der sozialdemokratischen Arbeiterpartei erschossen. Insgesamt wurden bei den Anschlägen 77 Menschen getötet. (APA/dpa)

Eine Frau steht an einer Stelle gegenüber der Fjordinsel Utoya in Norwegen, an der Blumen für die Opfer niedergelegt wurden.
Eine Frau steht an einer Stelle gegenüber der Fjordinsel Utoya in Norwegen, an der Blumen für die Opfer niedergelegt wurden.
- dpa/Hannibal Hanschke