Letztes Update am Fr, 09.08.2019 06:07

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tirol

Staatsanwalt stellt Verfahren gegen Dominik Schrott ein

Das Ermittlungsverfahren wegen Verdachts des Förderungsmissbrauchs gegen den Ex-VP-Politiker wurde nun eingestellt. Nicht nur der vom Land rückgeforderte Teil, sondern die gesamte Förderung wurde bereits zurückbezahlt.

Dominik Schrott muss nicht vor Gericht erscheinen.

© Michael KristenDominik Schrott muss nicht vor Gericht erscheinen.



Von Reinhard Fellner

Innsbruck – Die Causa von Ex-VP-Politiker Dominik Schrott hat nun auch die Staatsanwaltschaft zu den Akten gelegt. Das Ermittlungsverfahren wegen Verdachts des Förderungsmissbrauchs wurde nun eingestellt, wie die Innsbrucker Staatsanwaltschaft am Donnerstag der TT auf Anfrage bestätigte: „Die Ermittlungen ergaben keine Hinweise, dass erhaltene Fördergelder zu einem anderen als dem Förderzweck verwendet wurden, nämlich der Erarbeitung einer Online-Plattform, auf der Tirols kinder- und familienfreundlichste Wanderwege interaktiv dargestellt werden sollten“, so Staatsanwalt Thomas Willam. Bei der technischen Prüfung der tatsächlich ausgearbeiteten Webanwendung, war festgestellt worden, dass ein kleinerer Teil der Projektbeschreibung nicht umgesetzt worden sei oder nicht funktionieren würde. Das Land Tirol forderte hierauf einen Teil der Fördersumme zurück.

Dominik Schrott hatte hierzu schon im Vorfeld der Ermittlungen argumentiert, dass einerseits die Befüllung der Plattform mit Wanderwegen mehr Zeit in Anspruch genommen habe als geplant, andererseits die Einnahmensituation anfänglich zu optimistisch eingeschätzt worden sei. Nicht nur der vom Land rückgeforderte Teil, sondern die gesamte Förderung wurde bereits zurückbezahlt.