Letztes Update am Sa, 10.08.2019 10:35

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tirol

Mehrere Fälle von Internetbetrug und Erpressung in Tirol gemeldet

In Tirol häufen sich derzeit wieder die gemeldeten Fälle von versuchtem Internetbetrug. Über Mails und Soziale Netzwerke versuchen Unbekannte ihr Glück.

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Innsbruck – Von Betrug, Erpressung oder gefälschten Nachrichten über Soziale Netzwerke berichtet die Tiroler Polizei derzeit auffallend häufig. So sollen im August zwei Männer via E-Mail erpresst worden sein. An einen 60-jährigen Schwazer und einen 49-jährigen Innsbrucker eringen fast zeitgleich Anfang des Monats E-Mails in denen sie aufgefordert wurden, 2000 Euro in Bitcoins an eine in dem Mail angegebene Adresse zu überweisen. Falls sie nicht Folge leisten würden, würden Videos veröffentlich werden, die die Männer beim masturbieren zeigen, hieß es in dem Droh-Schreiben.

Die Tiroler ließen sich davon nicht einschüchtern und erstatteten stattdessen Anzeige bei der Polizei. Die Ermittlungen laufen.

Gewinnversprechen und falsche Messenger-Kontakte

Ebenfalls angezeigt wurde am Freitag ein versuchter Betrug mit falschen Gewinnversprechungen. Demnach kontaktierten Unbekannte einen 35-jährigen Mann in Going und erklärten ihm, dass er 75.000 Euro bei einem Gewinnspiel bzw. einer Internetauslosung gewonnen habe. Es würden allerdings Notariatskosten in Höhe von 800 Euro anfallen. Der Tiroler müsse Wertgutscheine bei einer angegebenen Firma kaufen, die er dann bei der Übergabe des Gewinns vorweisen müsse, hieß es. Auf diese Masche fiel der 35-Jährige nicht herein – nach dem Telefongespräch erstattet er umgehend Anzeige bei der Polizei.

Diese warnt aktuell auch vor einer weiteren Betrugsmasche über die Sozialen Netzwerke. Demnach fordern Unbekannte über den Messenger auf, ihre Telefonnummer bekannt zu geben und anschließend einen Code weiterzuleiten. Dadurch entstehen allerdings Kosten, die teilweise sofort über die Handyrechnung anfallen. Die Aufforderung kann aufgrund gehackter Profile auch von Freunden und eigenen Kontakten der User kommen. Auf entsprechende Mails sollte nicht reagiert werden, rät die Polizei Tirol. (TT.com)