Letztes Update am Mo, 19.08.2019 11:45

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Niederösterreich

83-Jährige erstochen: Verdächtiger spricht von „Verwechslung“

Zum Motiv gab der Tatverdächtige an, dass „die Attacke der Besitzerin des Pferdestalls gegolten hat“. Zuvor hatte der Mann, der einschlägig vorbestraft ist, seine Arbeit auf dem Hof verloren.

Freitagmittag wurde hier eine 83-Jährige erstochen.

© APAFreitagmittag wurde hier eine 83-Jährige erstochen.



Gloggnitz – Nach dem tödlichen Messerangriff auf eine 83-Jährige in Gloggnitz (Bezirk Neunkirchen) hat der Verdächtige laut Staatsanwaltschaft von einer „Verwechslung“ gesprochen. Zum Motiv habe der Rumäne angegeben, dass „die Attacke der Besitzerin des Pferdestalls gegolten hat“, sagte Sprecher Erich Habitzl. Der Mann hatte zuvor seine Arbeit auf dem Hof verloren. Er soll einschlägig vorbestraft sein.

Der 38-Jährige habe in seiner Einvernahme angegeben, dass er wegen Mordes in Rumänien verurteilt worden sei, teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt am Montag auf APA-Anfrage mit. Der Rumäne soll laut Medienberichten 2006 in der rumänischen Stadt Baia Mare einen älteren Mann, der ihn bei sich aufgenommen hatte, mit einer Weinflasche geschlagen und ihm tödliche Messerstiche zugefügt haben. In der Folge soll er zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt, aber vorzeitig entlassen worden sein. Eine offizielle Bestätigung dafür stand vorerst aus, „das wird überprüft“, sagte Habitzl. Es werde eine europäische Strafregisterauskunft eingeholt. Bis diese vorliegt, könne es ein bis zwei Wochen dauern.

Der Mann hat laut Staatsanwaltschaft zugegeben, Freitagmittag auf offener Straße in Gloggnitz eine 83-Jährige erstochen zu haben. Das Opfer wurde „von hinten attackiert“, sagte Habitzl. Der Pensionistin wurden mehrere Messerstiche zugefügt. Die Obduktion wurde bereits durchgeführt. Laut dem vorläufigen Ergebnis ist die Frau an Schnitt-und Stichverletzungen gestorben, sagte Habitzl. (APA)