Letztes Update am Mi, 04.09.2019 14:57

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Philippinen

Frau am Flughafen Manila mit fremdem Baby im Handgepäck gestoppt

Eine Amerikanerin wollte mit einem fremden Baby die Philippinen verlassen. Sie wurde am Flughafen sozusagen in letzter Minute gestoppt. Das Kind war in einer Tasche versteckt.

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© APA/dpa/Rumpenhorst(Symbolfoto)



Manila – Auf dem Flughafen der philippinischen Hauptstadt Manila ist am Mittwoch eine Amerikanerin verhaftet worden, die offensichtlich ein Baby außer Landes bringen wollte. Die 43 Jahre alte Frau wurde nach Angaben der Immigrationsbehörde am Abflug-Gate gestoppt, wo sie auf eine Maschine in die USA wartete.

Das erst wenige Tage alte Kind – ein Bub, offensichtlich von den Philippinen – hatte sie in einer großen Tasche versteckt, die sie als Handgepäck mitnehmen wollte. Ein Sprecher der Behörde, Melvin Mabulac, sagte: „Die Frau hat das Kind bei der Kontrolle weder vorgezeigt noch angemeldet.“ Sie habe auch keinerlei Papiere für das Baby dabei gehabt.

Die US-Amerikanerin wurde zum Verhör gebracht. Der kleine Bub ist nun vorläufig in der Obhut eines staatlichen Rettungsdienstes. Nach philippinischem Recht müssen Kinder eine offizielle Erlaubnis dabei haben, wenn sie ohne Begleitung ihrer Eltern das Land verlassen.

Menschenhandel als Problem auf den Philippinen

Vermutet wird, dass die Frau aus dem US-Staat Ohio das Baby mit zu sich nach Hause nehmen wollte. Aus Südostasien werden Kinder häufiger zur Adoption in die USA oder nach Europa vermittelt, was teils illegal geschieht. Auf den Philippinen ist auch Menschenhandel ein Problem. Meist sind die Opfer jedoch Mädchen und junge Frauen, die als billige Arbeitskräfte für Privathaushalte oder als Prostituierte ins Ausland gebracht werden. (APA/dpa)