Letztes Update am So, 08.09.2019 11:29

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Innsbruck-Land

42-Jährige im Internet um Tausende Euro gebracht und bedroht

Die Frau lernte über eine Internetplattform einen US-Soldaten kennen. Um sein Vermögen nach Europa zu schaffen, bat er die 42-Jährige um Hilfe – und Geld.

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Neustift im Stubaital – „You are dead“: Diese Drohung ging an eine 42-Jährige, die sich weigerte, noch mehr Geld an einen Betrüger zu überweisen. Es begann im März: Die Frau, die im Stubaital lebt, kam über eine Internetplattform mit einem geschiedenen Vater eines Kindes in Kontakt. Er sei US-Soldat und in Afghanistan stationiert. Und er besitze viel Geld, so behauptete er.

Sein Vermögen wolle er nun nach Europa schaffen und brauche dafür die Hilfe der 42-Jährigen. Als Gegenleistung versprach er ihr einen Teil des Geldes. Im Laufe der folgenden Wochen überwies die Frau insgesamt mehrere Tausend Euro auf verschiedene Konten in der Türkei. Im Laufe der Zeit wurde die Frau doch misstrauisch und ignorierte weitere Zahlungsanweisungen.

Da nahm ein angeblicher FBI-Agent Kontakt zu der 42-Jährigen auf, der auf der Jagd nach dem Betrüger war. Für ein vermeintliches Festnahmezertifikat und eine Haftgebühr sollte sie wieder zahlen. Mehrere Hundert Euro überwies das Opfer daraufhin in zwei Tranchen auf weitere Konten in der Türkei.

Anfang September meldete sich der vermeintliche Soldat wieder. Erneut wollte er Geld. Die Frau weigerte sich aber, etwas zu überweisen. Als Antwort bekam sie die Drohung zu hören. Die Ermittlungen der Polizei laufen. (TT.com)