Letztes Update am Di, 17.09.2019 16:48

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Justiz und Kriminalität

Angriff auf Moschee bei Oslo: Polizei sieht rassistisches Tatmotiv

Die Polizei hat bestätigt, dass der Angriff auf eine Moschee am 10. August in Oslo aus rassistischen Motiven begangen wurde. Der Verdächtige zeigte bei seiner Anhörung auch den Hitler-Gruß.

Die Al-Nour-Moschee in der Stadt Bärum.

© APA/AFP/NTB Scanpix/TERJE PEDERSDie Al-Nour-Moschee in der Stadt Bärum.



Oslo – Nach dem Angriff auf eine Moschee bei Oslo sieht die Polizei das rassistische Tatmotiv des 22-jährigen Tatverdächtigen bestätigt. Die Ermittlungen hätten ergeben, dass der festgenommene Philip M. vor dem Angriff auf die Moschee seine 17-jährige Halbschwester umgebracht habe, weil sie „asiatischen Ursprungs war“, sagte Polizeisprecher Pal-Fredrik Hjort Kraby am Dienstag dem Fernsehsender TV2.

M. wurde am 10. August nach einem Angriff auf eine Moschee in dem Osloer Vorort Bärum festgenommen worden, bei dem ein 65-jähriger Besucher der Al-Nur-Moschee leicht verletzt wurde.

Die 17-jährige Johanne Zhangjia I., die aus China stammte und von der Partnerin von M.s Vater adoptiert worden war, wurde nach Angaben der Polizei mit vier Kugeln erschossen. Zunächst war sich die Polizei nicht sicher gewesen, ob I. aus rassistischen Gründen umgebracht wurde oder weil sie sich den Plänen ihres Halbbruders entgegenstellte. Es gebe jedoch keine Anzeichen dafür, dass ein Kampf stattgefunden habe. Bei einer gerichtlichen Anhörung am 9. September zeigte M. einen Nazi-Gruß. (APA, AFP)

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