Letztes Update am Sa, 05.10.2019 11:10

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Italien

Trauertag in Triest nach Tötung zweier Polizisten: Premier bestürzt

Der Täter und sein 31-jähriger Bruder sollen eine Frau in Triest überfallen und bestohlen haben, weshalb sie auf das Polizeipräsidium gebracht wurden. Der jüngere der beiden entriss dort einem Polizisten die Dienstwaffe und schoss um sich.

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Triest – Nachdem zwei Polizisten in einem Polizeipräsidium in Triest getötet worden sind und weitere drei Personen verletzt wurde, ist am Samstag ein Trauertag in der Hafenstadt ausgerufen worden. Die italienische Innenministerin Luciana Lamorgese führte am Freitagabend ein Gipfeltreffen zur Frage der Sicherheit mit Italiens Polizeichef Franco Gabrielli und dem Triester Bürgermeister Roberto Dipiazza.

Die Beamten im Alter von 31 und 34 Jahren starben kurz nach den Schüssen im Polizeipräsidium an ihren schweren Verletzungen. Der Täter, ein 29-jähriger aus der Dominikanischen Republik, und sein Bruder wurden festgenommen. Der Angreifer, der laut Polizei an psychischen Probleme leidet, weigerte sich, Fragen der Ermittler zu beantworten, berichteten friaulische Medien.

Landesweite Trauer bei Polizei

Der Täter und sein 31-jähriger Bruder sollen eine Frau in Triest überfallen und ihr einen Scooter gestohlen haben, weshalb sie auf das Polizeipräsidium gebracht wurden. Der jüngere der beiden Brüder habe darum gebeten, zur Toilette gehen zu dürfen. Daraufhin entriss er einem Polizisten die Pistolen und schoss um sich. Dabei tötete er die beiden Polizisten. Er versuchte zu flüchten, konnte jedoch festgenommen werden.

Polizeiautos versammelten sich am Freitagabend mit läutenden Sirenen vor dem „Altar des Vaterlands“ auf der zentralen Piazza Venezia in Rom als Zeichen der Trauer über den Tod der beiden Polizisten. Premier Giuseppe Conte erklärte sich bestürzt. „Diese Tragödie verletzt den italienischen Staat zutiefst“, sagte der Premier und kondolierte den Familien der Opfer.

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„Keine Gnade für den Täter“, forderte Ex-Innenminister und Chef der rechten Lega Matteo Salvini. Der Präsident der Region Friaul-Julisch Venetien, Massimiliano Fedriga, sprach von einem „dramatischen Ereignis“. Die Region stünde bereit, den Familien der Opfer zur Seite zu stehen. (APA)