Letztes Update am Sa, 19.10.2019 10:33

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Vorarlberg

Sozialamtsleiter in Dornbirn erstochen: Mordanklage rechtskräftig

Am 6. Februar wurde der Sozialamtsleiter der Bezirkshauptmannschaft Dornbirn von einem in Vorarlberg aufgewachsener Asylwerber mit türkischer Staatsbürgerschaft erstochen. Seit Freitag ist die Anklage gegen den Mann rechtskräftig.

Kerzen und Blumen vor dem Eingang der Bezirkshauptmannschaft Dornbirn.

© APAKerzen und Blumen vor dem Eingang der Bezirkshauptmannschaft Dornbirn.



Dornbirn, Bregenz – Die Mordanklage gegen den Mann, der im Februar den Sozialamtsleiter an der Bezirkshauptmannschaft Dornbirn getötet haben soll, ist seit Freitag rechtskräftig. Das meldeten übereinstimmend Vorarlberger Medien unter Berufung auf den Verteidiger am Samstag. Demnach habe der Beschuldigte keinen Einspruch gegen die Anklageschrift erhoben.

Der Prozess soll voraussichtlich in der zweiten Jännerhälfte am Landesgericht Feldkirch geführt und auf drei Tage anberaumt werden. Der genaue Termin ist noch nicht fixiert.

Nachdem die Anklage nun rechtskräftig ist, hat die Verteidigung einen neuerlichen Antrag auf Verlegung ihres Mandanten in die Justizanstalt Feldkirch gestellt, um die Prozessvorbereitung zu erleichtern. Der Mann sitzt seit Monaten in Innsbruck in Untersuchungshaft. Mehrere solcher Anträge waren bisher abgewiesen worden.

Der Tatverdächtige, ein in Vorarlberg aufgewachsener Asylwerber mit türkischer Staatsbürgerschaft, soll den 49-jährigen Sozialamtsleiter in der BH Dornbirn am 6. Februar im Streit um Geld aus der Grundversorgung und aus Rache für das vor Jahren gegen ihn erlassene Aufenthaltsverbot mit einem Messer umgebracht haben. (APA)