Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 22.10.2019


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Strafe drastisch verschärft: 25.200 Euro für Amokfahrt in Sölden

Mit dem Sportauto eines Ötztalers raste ein 26-jähriger Schweizer im Februar 2017 mitsamt Insassen gegen ein Tunnelportal. Das Ersturteil fiel mild aus. Die Strafe wurde nun erhöht.

Mit dem Sportauto eines Ötztalers raste der Schweizer mitsamt Insassen gegen ein Tunnelportal.

© Zoom-TirolMit dem Sportauto eines Ötztalers raste der Schweizer mitsamt Insassen gegen ein Tunnelportal.



Innsbruck, Sölden – Die Amokfahrt eines 26-jährigen Schweizers durch Sölden im Februar 2017 sorgte im April am Landesgericht für einen Ausnahme-Prozess. Der Urlauber war nämlich wegen versuchten Mordes, Freiheitsentziehung und unbefugten Gebrauchs von Fahrzeugen – all dies jedoch „im Zustand voller Berauschung“ – angeklagt. Die prozessual so seltene Kombination rührte aus der erfolgreichen Bekämpfung der Anklage wegen versuchten Mordes durch Verteidiger Matthias Hagele. Darauf hatte Psychiaterin Adelheid Kastner in ihrem Gutachten bestätigt, dass der damals mit rund zwei Promille stark alkoholisierte Urlauber aufgrund einer „substanzinduzierten psychotischen Störung“ zum Tatzeitpunkt nicht zurechnungsfähig gewesen war. Drei Jahre Haft drohten aber auch so noch.

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