Letztes Update am Mi, 23.10.2019 14:15

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Frankreich

Mann verschanzte sich stundenlang in französischem Museum

Die französische Polizei berichtete von bedrohlichen Inschriften auf Arabisch an der Wand. Polizisten einer Spezialeinheit Raid umstellten das archäologische Museum im südfranzösischen Urlaubsort Saint-Raphael.

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Saint-Raphael – Mehrere Stunden lang hat sich ein Mann am Mittwoch in einem südfranzösischen Museum verschanzt. Spezialkräfte der Polizei in der Riviera-Gemeinde Saint-Raphael konnten den Verdächtigen am Vormittag festnehmen, wie die zuständige Präfektur mitteilte. Am Einsatzort wurden Inschriften in arabischer Sprache entdeckt. „Das Museum wird eine Hölle werden“, lautete ein Spruch.

Das Motiv des Eindringlings war zunächst unklar. Der Mann hatte sich nach ersten Erkenntnissen seit der Nacht zum Mittwoch in dem archäologischen Museum aufgehalten. Am Morgen schlug eine Reinigungsfrau Alarm - sie konnte die von innen blockierte Eingangstür nicht öffnen. Und sie hatte die Inschriften auf Arabisch gesehen, wie der Sender France Bleu berichtete.

Mit Steinen geworfen

Die Polizei sperrte am Morgen Teile des Stadtzentrums von Saint-Raphael ab. Eine Spezialeinheit, die üblicherweise in Krisensituationen eingesetzt wird, rückte aus Nizza an. Der Mann hatte keine Geiseln in seiner Gewalt und war nicht bewaffnet. Medienberichten zufolge bewarf er die Polizei mit Steinen.

Schließlich ließ sich der Mann, dessen Identität zunächst ebenfalls noch unklar war, widerstandslos festnehmen. Er handelte ersten Erkenntnissen zufolge allein. Das archäologische Museum in Saint-Raphael steht unter Denkmalschutz. Es befindet sich in der Altstadt und umfasst eine mittelalterliche Kirche. (APA, dpa)

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