Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 26.10.2019


Bezirk Schwaz

Anschlag in Achenkirch: Molotov-Cocktail aus Eifersucht geworfen

Die Molotov-Cocktails von Achenkirch waren nicht mit Benzin, sondern Alkohol gefüllt. (Symbolfoto)

© APA/POLIZEIDie Molotov-Cocktails von Achenkirch waren nicht mit Benzin, sondern Alkohol gefüllt. (Symbolfoto)



Der mysteriöse Anschlag mit einem Molotov-Cocktail in Achenkirch ist geklärt. Die Ermittler der Polizeiinspektion Jenbach konnten einen 19-Jährigen als Verdächtigen ausforschen. Der Portugiese hat die Tat bereits gestanden. Als Motiv nannte er Eifersucht.

Wie bereits berichtet, war am späten Samstagabend ein Einfamilienhaus in Achenkirch Schauplatz des Anschlags. Und der galt offenbar drei Jugendlichen (15 und 16 Jahre), die auf dem Balkon saßen und etwas tranken. Gegen 23 Uhr flog plötzlich eine Flasche mit einer brennenden Lunte gegen die Balkonbrüstung. Ein so genannter Molotov-Cocktail, der allerdings nicht wie üblich mit Benzin, sondern mit hochprozentigem Alkohol gefüllt war. Und vermutlich aus diesem Grund beim Aufprall nicht explodierte und auch nicht in Flammen aufging — die Lunte erlosch von selbst, die drei Jugendlichen am Balkon blieben unverletzt. Als die Burschen aufsprangen, sahen sie noch den Täter, der zu Fuß flüchtete.

Die Fahndung der Polizei blieb zunächst ohne Ergebnis. Die Beamten konnten aber einen zweiten Molotov-Cocktail am Tatort sicherstellen. Die Auswertung der Spuren an der Flasche soll zum Ermittlungserfolg beigetragen haben. Auslöser für die Tat war offenbar die unerwiderte Liebe zu einem Mädchen. (tom)

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