Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 23.11.2019


Exklusiv

65.000 Schusswaffen: Auf jeden elften Tiroler kommt eine Waffe

Bei den Tiroler Behörden sind über 65.000 Schusswaffen registriert – Tendenz steigend. Der Großteil fällt unter die Kategorie Jagdgewehre. Wer gegen die Regeln verstößt, wird mit einem Waffenverbot belegt.

Die Tiroler besitzen (offiziell) über 22.000 Faustfeuer- und halbautomatische Waffen.

© South AgencyDie Tiroler besitzen (offiziell) über 22.000 Faustfeuer- und halbautomatische Waffen.



Innsbruck – Georg Dornauer, SP-Chef in Tirol und Jagdleiter in Sellrain, ist nicht der Einzige. Insgesamt waren es 366 Personen, die seit Ende November 2018 zwischen Kufstein und St. Anton mit einem Waffenverbot belegt wurden. Wobei mit Personen vor allem Männer gemeint sind – nur 33 Frauen mussten ihre Waffen abgeben. Unterm Strich weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Zwischen Ende November 2017 und 2018 sprachen die Tiroler Behörden in 410 Fällen (davon 47 Frauen) ein Waffenverbot aus. Die Gründe für diese Zwangsmaßnahme sind vielfältig: „Meist führen Gewalttaten oder Zweifel an der Zuverlässigkeit dazu“, sagt der Innsbrucker Polizeijurist Othmar Sprenger. Als „unzuverlässig“ gilt nicht nur, wer seine Waffe (wie Dornauer im Pkw) nicht ordnungsgerecht verwahrt. Auch ein notorischer Alkolenker kann mit einem Waffenverbot belegt werden, ebenso ein Drogenkonsument.

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