Letztes Update am Di, 24.06.2014 14:02

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Erdgas-Leitung

Terrorakt in Ukraine? Explosion an Gaspipeline Richtung Europa

Augenzeugen berichteten von einer mehr als 200 Meter hohen Stichflamme. Laut dem Betreiberkonzern Ukrtransgaz soll der Vorfall keine Auswirkungen auf die Gasversorgung in Europa haben.

© REUTERSDerzeit ist die EU stark von russischen Erdgaslieferungen abhängig. Mit der Ausbeutung von „Zohr“ könnte sich dies ändern. (Symbolfoto)



Kiew - Inmitten des Gasstreits zwischen Moskau und Kiew hat eine mächtige Explosion in der Ukraine eine Leitung für den Transit von Gas in die Europäische Union schwer beschädigt. Es gebe Hinweise auf einen terroristischen Akt, sagte der ukrainische Innenminister Arsen Awakow am Dienstag in Kiew. Details nannte er zunächst nicht.

Der Leitungsbetreiber Uktransgaz betonte, die Lieferungen nach Europa seien nicht betroffen. Laut Nachrichtenagentur Reuters kann das Gas über eine Parallel-Leitung fließen. Vor der Detonation sei es aus noch ungeklärten Gründen zu einem Druckabfall gekommen. Augenzeugen in der Region Poltawa sprachen von einer rund 200 Meter hohen Flamme, die aus dem Rohr geschossen sei. Der Feuerwehr zufolge gab es keine Verletzten.

Gazprom hatte vor möglichen Störungen gewarnt

Die Ukraine ist für die EU eines der wichtigsten Transitländer für Erdgas aus Russland. Moskau hatte der Ukraine am Montag den Gashahn zugedreht und will das Nachbarland fortan nur noch gegen Vorkasse beliefern. Verhandlungen zwischen den Nachbarländern über ausstehende Gasrechnungen und den künftigen Gaspreis waren zuvor gescheitert. Der russische Staatskonzern Gazprom hatte daraufhin vor „möglichen Störungen“ bei den Gaslieferungen in die EU gewarnt. (tt.com, APA/Reuters)




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