Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 02.09.2015


Verkehr

Hauptstraße in Reutte erhält neuen Verlauf

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© Tschol



Von Simone Tschol

Reutte – 21.000 Fahrzeuge am zentralen Kreisverkehr, 14.000 auf der Lechaschauer Brücke, 7000 zwischen Pflach und Reutte, 5000 in Höfen und 2000 zwischen Rieden und Ehenbichl. Diese Zahlen verdeutlichen die Verkehrsproblematik, mit der die Marktgemeinde Reutte tagtäglich zu kämpfen hat. Große Lösungen für eine Entlastung des Zentrums sind nicht möglich. Die Umfahrung Reutte-Süd ist vom Tisch, da sie laut einer Studie nicht die gewünschte Erleichterung für Reutte bringen würde.

Stattdessen versucht die Gemeinde durch kleinere innerörtliche Maßnahmen den „gordischen Knoten“ zu entflechten. Ein Beispiel dafür ist die neu entstandene Achse Ehrenbergstraße – Innsbrucker Straße (Höhe McDonald’s) und Alpenbadstraße (Therme).

Eine weitere ist derzeit gerade in Umsetzung. Um die kritische Kreuzung beim Tourismusverband zu entlasten, sollen die Bahnhofstraße vom Bahnhof bis zur Einfahrt in den Untermarkt sowie die Allgäuer Straße bis Höhe Seniorenzentrum zur Gemeindestraße werden, im Gegenzug dazu die Dr. Machenschalkstraße (vorbei am Lagerhaus) zur Landesstraße und damit zur „Hauptstraße“. Die dafür notwendigen Vorarbeiten, wie die Aufweitung der Kurve beim Lagerhaus, sind bereits erfolgt, Kostenpunkt: rund 70.000 Euro. Im Moment wird die Einmündung der Allgäuer Straße in die Dr. Machenschalkstraße neu gestaltet (ca. 60.000 Euro).

Die von der Gemeinde angedachte Einbahnregelung vom TVB in Richtung Pflach bis zur Einmündung in die Dr. Machenschalkstraße wurde wieder ad acta gelegt. „Da wir ohnehin mit einem Verkehrsrückgang von 80 Prozent in diesem Bereich rechnen, probieren wir es jetzt so“, bestätigt Bauausschussobmann Ernst Hornstein.

Er rechnet damit, dass der neue Straßenverlauf Ende September fertig ist.