Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 10.12.2015


Osttirol

Ein Plus an Sicherheit und Komfort im Defereggen

1,8 Mio. Euro flossen in Hopfgarten im Defereggen in die Lawinenverbauung und den zweispurigen Ausbau

der Rajachstraße.

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© Gemeinde Hopfgarten



Hopfgarten i. Def. – Die Fraktionen Rajach, Hof und Lerch in Hopfgarten sind nun ganzjährig sicher erreichbar. Bund, Land und Gemeinde investieren insgesamt 1,8 Millionen in die Lawinenverbauung und die zweispurige Befahrbarkeit der Rajachstraße. Mehrtägige Straßensperren wegen Lawinengefahr gehören damit endgültig der Vergangenheit an.

„Zeitgemäße, sichere Straßenverbindungen sind die Lebensadern des ländlichen Raums und die Voraussetzung dafür, dass die Jungen bleiben“, sagt LHStv. Josef Geisler anlässlich der Fertigstellung.

Das kann auch Bürgermeister Franz Hopfgartner bestätigen: „Die umgesetzten Maßnahmen bringen wesentliche Verbesserungen für die Anwohner und die gesamte Gemeinde. Weil die ganzjährige Befahrbarkeit gewährleistet ist, stellen wir jetzt wieder eine vermehrte Bautätigkeit in den Fraktionen fest.“

Ausgehend von den Lawinenereignissen im Winter 2008/2009, als die Straße im Dezember mehr als drei Wochen lang gesperrt und 70 Bewohner von der Außenwelt abgeschnitten waren, machten die Wildbach- und Lawinenverbauung und das Bezirksbauamt Lienz die Rajachstraße lawinensicher und brachten sie auf einen zeitgemäßen Standard. Die Sperren wegen Lawinengefahr seien eine Belastung gewesen, räumt Hopfgartner, der auch Vorsitzender der Lawinenkommission ist, ein. Über die Rajachstraße werden die Fraktionen Rajach, Hof und Lerch sowie das Betreuungsgebiet der Wildbach- und Lawinenverbauung mit einem Einzugsgebiet von 1200 Hektar erschlossen.

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Bisher war die Rajachstraße über weite Teile nur einspurig – teilweise sogar mit Schwerfahrzeugen überhaupt nicht – befahrbar. Nun wurde sie auf eine zweispurige Befahrbarkeit ausgelegt. Die talseitigen Stützmauern wurden auf eine Länge von 450 Metern durch neue, dem Stand der Technik entsprechende Stützverbauungen ersetzt, 3000 Laufmeter Anker gebohrt und 300 Kubikmeter Spritzbeton sowie 2000 Quadratmeter Asphalt verbaut. Die Kosten für das Projekt der Landesstraßenverwaltung belaufen sich auf 600.000 Euro. Im kommenden Jahr erfolgen noch Asphaltierungsarbeiten. (TT)