Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 10.12.2015


TT-Forum

„Erster Schritt“ für Prutzer Unterführung

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© Wenzel



Von Matthias Reichle

Prutz – Im Vorfeld gingen die Wogen hoch. Mehrere Anrainer der geplanten Prutzer Unterführung liefen gegen das Straßenbauprojekt Sturm. Beim TT-Forum Anfang des Jahres trafen beide Seiten aufeinander – jene, die eine Unterführung der Prutzer Kreuzung auf der Reschenstraße befürwortet und sich ein Mehr an Sicherheit erwartet, und jene, die darin eine Bedrohung ihrer Existenz sieht. Vor allem war dies Tankstellenbetreiber Alfred Lorenz, der im Fall mit massiven Umsatzeinbußen rechnen muss.

Vor knapp zwei Wochen wurde das Genehmigungsverfahren abgeschlossen. Die Straßenrechtsbehörde stellte einen positiven Bescheid für das Großprojekt aus. Für Projektleiter Robert Zach von der Landesstraßenverwaltung ist das jedoch nur der erste Schritt auf dem Weg. Wann mit dem Bau begonnen werden kann, ist nicht abschätzbar. Derzeit habe man erst mit 22 von 27 betroffenen Grundeigentümern Vereinbarungen abschließen können, betont er. Zach rechnet fest damit, dass Anrainer zum Landesverwaltungsgerichtshof weitergehen werden, um Beschwerde gegen das Verfahren einzureichen.

Das bestätigt einer der Betroffenen, der Prutzer Dominikus Heiss. Er stellt die Notwendigkeit der Prutzer Unterführung generell in Frage und will alle Rechtsmittel ausschöpfen. Derzeit sei man dabei, die weiteren Schritte vorzubereiten. Man überlege zudem eine Klage beim Verfassungsgerichtshof. „Ich gehe davon aus, dass das Verfahren EU-widrig war“, so Heiss, der im Falle bis nach Brüssel gehen will.

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