Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 03.12.2016


Bezirk Innsbruck-Land

Neue Linien in Hall und Telfs

Der Fahrplanwechsel bringt einen eigenen „Dorfbus“ für Mils, eine zweite Stadtbuslinie in Hall, dichtere Takte innerhalb von Telfs und eine neue Buslinie entlang der Salzstraße.

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© VVT



Hall, Telfs – Der Fahrplanwechsel am 11. Dezember bringt in ganz Tirol vielfältige Änderungen im Öffi-Verkehr mit sich. Ganz besonders aber in und um Hall, wo Land und Verkehrsverbund Tirol (VVT) gestern die wichtigsten Umstellungen präsentierten.

So wird die Gemeinde Mils – wo der letzte Fahrplanwechsel, wie berichtet, für teils heftige Kritik bei den Nutzern gesorgt hatte – nun mit einer eigenen Dorfbuslinie ins Haller Regio-bus-System integriert: Diese neue Linie 5 verkehrt an Werktagen halbstündlich von Planitz im Norden von Mils über das Ortzentrum zum Haller Bahnhof und retour. An Samstagen besteht ein 60-Minuten-Takt. Dafür wird die erst im Vorjahr eingeführte Verlängerung der Linie 504 bis Mils wieder rückgängig gemacht, der Bus wird auch die viel kritisierten Schleifenfahrten am Haller Bahnhof beenden.

Die Linie 4169 zwischen Mils und Völs bleibt erhalten, wird aber ebenfalls nicht mehr über den Bahnhof Hall geführt.

In Hall selbst besteht die entscheidende Veränderung in einer neuen, zweiten Stadtbuslinie: Während Linie 1 montags bis freitags halbstündlich zwischen der Unteren Lend und dem Haller Bahnhof verkehrt, fährt die Linie 2 über das Kurhaus, Schönegg, Heiligkreuz, Trientlstraße und Alte Landstraße und wieder zurück zum Haller Bahnhof. „Damit sind die Siedlungen rund um den Ziegelweg, das Haller Feld und die ehemalige Straubkaserne erstmals stadteinwärts angebunden“, freut sich BM Eva Maria Posch (VP).

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Mit kürzeren und schmäleren Bussen werde einem Wunsch der Bevölkerung entsprochen, so Posch weiter. Zudem investiere die Stadt selbst in neue Haltestellen mit dynamischer Fahrgastinformation.

Im Vorfeld der Umstellung hatte es Kritik der Haller Grünen an „mangelnder Informationspolitik“ seitens der Stadtführung gegeben: Die geplanten Änderungen seien zwar bei Stadtteilversammlungen, nicht aber in den politischen Gremien vorgestellt und diskutiert worden.

Viel Neues gibt es auch beim „Regio Telfs“: Zum einen wird der innerörtliche Bustakt in Telfs verdichtet: Die Sonnensiedlung, die Südtiroler Siedlung, die Siedlung Am Wasserwaal und der Bahnhof Telfs-Pfaffenhofen werden an Schultagen im 30-Minuten-Takt, an schulfreien Tagen stündlich angebunden.

Zum anderen wird mit 11. Dezember eine völlig neue Buslinie eingerichtet, die unter der Woche alle Salzstraßengemeinden von Telfs bis Zirl – also Pfaffenhofen, Oberhofen, Flaurling, Polling, Hatting, Inzing – stündlich miteinander verbindet. „Dadurch rückt die Salzstraße enger zusammen“, ist sich der Telfer Bürgermeister und Obmann des Planungsverbandes, Christian Härting, sicher. Drehscheibe und zentrale Umstiegsstelle in Telfs ist das Schul- und Sportzentrum. Am Bahnhof Telfs-Pfaffenhofen schließen die Busse an die S-Bahn und den neuen REX-Stundentakt an.

Der geplante Nightliner-Zug von Innsbruck ins Oberland „dürfte nicht aufzuhalten sein“, so Härting weiter, das Land habe bereits mit allen Gemeinden sondiert. Für Telfs und Zirl solle aber das bestehende, „für uns wesentlich bessere“ Nightliner-Bussystem erhalten bleiben. „Gegen einen Zug als Zusatzangebot haben wir natürlich nichts“, betonte Härting. (md)