Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 07.12.2016


Bezirk Kufstein

Pkw standen nur vor der Dosierampel

Autofahrer kritisierten den Betrieb der Pförtnerampel in Kufstein, obwohl normales Verkehrsaufkommen herrschte.

Im Winter 2015 ging die Dosierampel erstmals in Betrieb.

© OtterIm Winter 2015 ging die Dosierampel erstmals in Betrieb.



Von Wolfgang Otter

Kufstein – Die Festungsstadt ist auf den Ausweichverkehr wegen der Vignettenkontrollen vorbereitet. Ein neuer Kreisverkehr in Kufstein Süd soll helfen, Staus nach Möglichkeit zu verhindern. Außerdem wird auf der B171 aus Richtung Bayern kommend die Einfahrt in die Stadt gut dosiert. Die so genannte Pförtnerampel soll an Samstagen bis Ostern die Anzahl der in die Stadt einfahrenden Pkw dosieren.

So auch vergangenen Samstag. Mit dem Beginn der Skifahrersaison wurde die Ampel pünktlich um 8.30 Uhr eingeschaltet. Was aber fehlte, war der Verkehr. Zur Verwunderung so mancher Pkw-Fahrer standen diese mit zwei oder drei anderen Fahrzeugen vor einer roten Ampel. Weder Stau noch übermäßig viele Pkw erwarteten sie in der Stadt. Wie auch die Stadtpolizei bestätigt, gab es ein ganz normales Verkehrsaufkommen und keine Probleme mit dem Vignettenausweichverkehr. Warum war also die Dosierampel eingeschaltet, wenn es mehr oder weniger gar nichts zu dosieren gab? Eine Frage, die sich mancher Autofahrer vor der roten Ampel stellte.

Hintergrund des Ampelbetriebs ist der Verordnungszeitraum und eben der Beginn der Skiliftbetriebs, wie Erwin Obermaier, Chef des Baubezirksamtes Kufstein-Kitzbühel, auf Anfrage der TT erklärte. Man habe nicht voraussehen können, dass an diesem Wochenende das Wetter nicht so gut sein und der große Ansturm ausbleiben werde.

Und es gab noch einen Grund, warum die Ampel ihr Programm unbeeindruckt abspielte: Sie ist mittlerweile vollautomatisch, es wird im Gegensatz zum Vorjahr von den BBA-Mitarbeitern nicht mehr händisch eingegriffen. Mittels Sensoren wird der Rückstau vor der Ampel gemessen, und wenn dieser nicht eine gewisse Länge erreicht, wird die Grünphase (in 100 Sekunden 25 Sekunden) nicht verlängert. Am Samstag blieb die Autoschlange zu kurz – trotz 75 Sekunden dauernden Rotlichts.

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