Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 02.03.2017


Verkehr

Für 4 Mio. Euro rückt die Straße von St. Anton weg

Im Herbst beginnen die Arbeiten zur Verlegung der Arlbergstraße bei St. Anton. Bürgermeister Helmut Mall erwartet sich mehr Sicherheit.

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© Paul Schranz



Von Matthias Reichle

St. Anton – Noch einmal steht der B197 eine große Belastungsprobe bevor. Wenn Ende April die Sanierungen im Arlbergstraßentunnel starten, rollt der gesamte Verkehr fünfeinhalb Monate direkt am Ortsgebiet von St. Anton vorbei über den Pass.

Ab Herbst wird dieser Abschnitt der Arlbergstraße dann aber selbst zur Baustelle. Die Gemeinde verlegt ihre Umfahrung. Mehrere Jahre lang wurde bereits in die Planung dieser Verkehrslösung für St. Anton investiert. Laut Kostenschätzungen wird das Projekt, das nun in den Startlöchern steht, rund vier Millionen Euro kosten, 1,3 Mio. Euro davon zahlen das Land Tirol und die Asfinag.

Die Angebote werden derzeit geprüft. „Der Kostenrahmen passt. Wir können im Herbst starten“, betont Bürgermeister Helmut Mall. Die Maßnahmen betreffen ein rund 800 Meter langes Teilstück – von der Neuen Mittelschule bis zum Kreisverkehr Richtung St. Christoph.

„Die B197 rückt in diesem Bereich an die Rosanna heran“, erklärt Bauamtsleiter Michael Rainer die Pläne. Die Parkplätze werden vom Ufer Richtung Dorf verlegt. Durch einen Grünstreifen getrennt, entsteht dort eine neue Erschließungsstraße. Diskutiert wird, diese als Begegnungszone auszuweisen, innerhalb der Fußgänger, Radfahrer und der Anrainerverkehr gleichberechtigt unterwegs sind.

Start für die Maßnahmen ist Anfang September. Dass zu diesem Zeitpunkt der Tunnel noch gesperrt ist, sollte kein Problem sein. In der gesamten Bauphase wird der Verkehr zweispurig geführt. „Wir werden eine Fahrspur nach der anderen abhandeln“, so Rainer.

Heuer werden die Vorarbeiten geleistet, sprich die Uferverbauungen durchgeführt. Im kommenden Jahr kommt dann die Straßenverlegung dran. Geplant ist ein Abschluss der Arbeiten bis Ende 2018.

Die Planungen verliefen nicht ganz konfiktfrei. „Es gab eine Bürgerinitiative und eine Petition gegen die Verlegung“, betont Bürgermeister Mall. Für ihn ist es ein Mehr an Sicherheit. Vor allem das Ein- und Ausparken auf der Landesstraße führte immer wieder zu brenzligen Situationen. „Es ist ein Wunder, dass nicht mehr passiert ist.“ Aber auch die Betriebe, die direkt an der Straße liegen, sollen künftig von einer Verlegung profitieren.

- Paul Schranz