Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 03.11.2017


Bezirk Imst

Zwei Riesenkräne für neue Breitwiesbrücke

© PaschingerNeun Betonelemente mit einer Länge von 22 Metern und einem Gewicht von je 14 Tonnen mussten über die kleine Schlucht beim Jerzener Weiler Breitwies gehoben werden.



Jerzens – Eine bauliche, logistische und finanzielle Großaktion steckte hinter einer ganztägigen Sperre, die am Montag die Hochzeigerstraße oberhalb von Jerzens blockierte. Zwei riesige Kräne waren bei einer Kehre aufgestellt, um binnen eines Tages neun Elemente für die neue Breitwiesbrücke einzuheben.

Millimetergenaue Präzisionsarbeit war mit Hilfe der beiden Spezialkräne zu leisten.
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„Der eine kann 200 Tonnen, der andere 120 Tonnen heben“, erklärte Michael Posch von der Firma Prangl aus Buch bei Jenbach, welche die Arbeiten durchführte, die auf den Millimeter genau passen mussten. Die Betonteile wiegen jeweils 14 Tonnen und überspannen mit ihrer Länge von 22 Metern eine kleine Schlucht. Gegen 18.30 Uhr war das letzte Teil bei Flutlicht, das von der Feuerwehr organisiert wurde, eingehoben.

Noch im November wird die Brücke fertig gestellt. „Sie ist nicht nur wichtig für drei Weiler“, betont BM Karl Raich. Der Übergang führt auch zu einem wichtigen Wirtschaftswald der Gemeinde. Weshalb Raich dankbar mit einer 50-prozentigen Förderung der Abteilung ländlicher Raum rechnen darf. 450.000 Euro kostet das Projekt, das für die Gemeinde allein kaum zu stemmen gewesen wäre.

Für die Bewohner des Ortsteiles Liss hieß das am Montag freilich, sich auf die Sperre vorzubereiten. „Wir haben die Leute natürlich informiert“, so BM Raich. Für die Schüler wurde von und zur Sperre ein eigener Schülertransport eingerichtet. (pascal)

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