Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 10.11.2017


Bezirk Imst

In Wald läuft’s (noch) nicht rund

Der Rundkurs für das Postauto über die neue Straße lässt auf sich warten.

© DaumDie Zufahrt zur neuen Straße ist für den Postbus nach dem Gasthaus Bergland zu eng. Die Verbreiterung soll im nächsten Jahr erfolgen.Foto: Daum



Von Hubert Daum

Arzl – Es war eine schwere Geburt, die sich zeitlich in die Länge zog: die neue Verbindungsstraße im Arzler Weiler Wald von Mairhof zur Mauri-Siedlung. Einige Anwohner kämpften sogar in einer Bürgerinitiative gegen die ihres Erachtens unnütze Straße mitten durch die Felder an – vergebens. Seit vergangenem Sommer rollt der Verkehr.

Ein Hauptargument für die Errichtung der neuen Verbindung, die im Rahmen der noch nicht abgeschlossenen Grundzusammenlegung entstand, war die Anbindung der wachsenden Siedlung an den öffentlichen Verkehr respektive die Sicherheit der Schulkinder, die sich noch zu Fuß zur Haltestelle bei der Feuer­wehrhalle begeben müssen. Nun wundern sich einige Siedlungsbewohner, dass der Bus immer noch nicht die Straße benützt. „Geplant war, dass der Postbus die Rund­e fährt“, erläutert BM Josef Knabl, „über die neue Straße zur Mauri-Siedlung und retour über die schon lange bestehende Siedlungszufahrt.“ Verantwortliche vom Land Tirol und der ÖBB-Postbus GmbH erteilten diesen Plänen nach einem Lokalaugenschein kürzlich vorerst eine Absage. Knabl: „Nach dem Gasthaus Bergland ist die Straße zu schmal, auch der Radius der darauffolgenden Kurve ist zu eng. Das müssen wir adaptieren.“ Von Seiten der ÖBB-Postbus GmbH wurden diese zwei Mängel bestätigt. Der Grund für die Verbreiterung gehöre laut Knabl zwar einer Privatperson, dies ließe sich aber im Zuge der Grundzusammenlegung regeln: „Die Gemeinde hat einen Überhang an eingebrachtem Grund.“ Für den Dorfchef und die Gemeinderäte kam diese Bremse etwas überraschend, hat man doch in der letzten Gemeinderatssitzung den Haltestellen schon einen Namen gegeben, die neue Haltestelle „Bichl“ wurde bereits errichtet.

Allerdings ist Knabl nicht unzufrieden: „Besprochen wurde einstweilen ein Kompromiss. Der Bus fährt nun zur Mauri-Siedlung auf der alten Straße und wendet auf dem Umkehrplatz. Der Fortschritt ist, dass der Ortsteil nun angebunden ist und zwei neue Haltestellen dazugekommen sind.“ Dies gelte ab Inkrafttreten des Winterfahrplanes. Um den Rundkurs werde man sich im nächsten Jahr bemühen.




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