Letztes Update am Mi, 07.02.2018 20:09

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Österreich

Schnee sorgte für Verkehrschaos: Zwei Tote in Niederösterreich

Im Süden und Osten Österreichs hat heftiger Schneefall am Mittwoch für chaotische Zustände auf den Straßen gesorgt. In Niederösterreich kamen bei Unfällen zwei Autofahrer ums Leben.

© APAEin Auto prallte gegen die Mittelbetonleitwand, ein Lkw rammte es - für die 36-jährige Pkw-Lenkerin kam jede Hilfe zu spät.



Wien – Heftiger Schneefall im Süden und Osten Österreichs hat Mittwoch früh nicht nur auf Bergstraßen, sondern auch auf Autobahnen zu Verkehrsbehinderungen geführt. In Niederösterreich kamen zwei Autofahrer bei Unfällen ums Leben.

Eine 36-Jährige prallte mit ihrem Pkw auf der Südautobahn im Bezirk Wiener Neustadt zunächst gegen die Mittelbetonleitwand. Das Auto überschlug sich, blieb auf dem Dach liegen und wurde von einem Lkw gerammt.

In Texing im Bezirk Melk prallte das Auto eines älteren Paares bei winterlichen Fahrverhältnissen gegen einen Telefonmasten. Der 83-jährige Autofahrer kam ums Leben, seine 82-jährige Ehefrau auf dem Beifahrersitz wurde schwer verletzt.

Weitaus glimpflicher gingen zahlreiche Unfälle aus, bei denen Fahrzeuge im Großraum Wiener Neustadt und Baden von den Straßen abkamen. Die B17 war wegen Bergungsarbeiten kurz gesperrt. Im Burgenland gab es in der Früh um die 20 Feuerwehreinsätze. Es handelte es sich zumeist um Fahrzeugbergungen. Betroffen war vor allem der Landessüden.

Große Probleme in der Steiermark

Der ÖAMTC berichtete von Verkehrsproblemen im Großteil der Steiermark, vor allem im Verlauf der A2 sowie auf der Pyhrnautobahn (A9). Vor allem auf höhergelegenen Abschnitten der A2 gab es Probleme, da Schwerfahrzeuge hängen blieben – etwa auf der Laßnitzhöhe, bei Gleisdorf-West sowie auf der Pack Richtung Kärnten. Bei Gratkorn nördlich von Graz ging es auf der A9 wegen der Schneefahrbahn nur im Kolonnenverkehr weiter. Weiter südlicher, zwischen Gralla und Feldkirchen, kam es zu mehreren Auffahrunfällen. Die Radlpass Straße (B76) war wegen hängen gebliebener Lkw zwischen Stainz und Lannach gesperrt. Der Landesfeuerwehrverband Steiermark meldete rund 230 Wehren mit mehr als 1200 Männern und Frauen in der gesamten Steiermark im Schnee-Einsatz. Gegen Mittag ließ der Schneefall nach und damit entspannte sich die Lage.

Auch auf der A2 in Kärnten gab es praktisch durchgehend Schneefahrbahn, durch hängen gebliebene Fahrzeuge kam es immer wieder zu Staus, vor allem am Griffner Berg und im Packabschnitt. Für zahlreiche Pässe wie etwa den Wurzenpass, den Loiblpass und das Klippitztörl wurde Kettenpflicht verhängt. Die Anordnung galt auch noch am Nachmittag, während die Autobahn wieder schneefrei war. Laut Rotem Kreuz ereigneten sich in der Früh einige Unfälle, mehrere Verletzte mussten in Krankenhäuser gebracht werden.

70 Fahrzeugbergungen im Burgenland

Im Burgenland sind die Feuerwehren am Mittwoch seit den Morgenstunden zu rund 70 Fahrzeugbergungen gerufen worden. Neben zahlreichen Pkw kamen laut Angaben der Landessicherheitszentrale bei winterlichen Fahrverhältnissen auch rund ein Dutzend Lkw nicht mehr weiter oder landeten im Straßengraben.

Die meisten Einsätze gab es in der Früh und im Lauf des Vormittags. Zunächst mussten Feuerwehren im Landessüden ausrücken. Im Bezirk Jennersdorf war die B57 zwischen Jennersdorf und Königsdorf wegen hängengebliebener Lkw gesperrt.

Schon bald waren aber auch die Kräfte im Raum Eisenstadt gefordert. In Kleinhöflein war ein Traktor umgekippt und in einem Feld liegen geblieben. Einsatzkräfte stellten die Zugmaschine wieder auf. Bei der S31-Abfahrt Eisenstadt Mitte kam ein Pkw von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Während es bei dem Crash lediglich bei Sachschaden blieb, wurden bei weiteren Verkehrsunfällen im Burgenland am Mittwoch insgesamt drei Personen verletzt. (APA, TT.com)