Letztes Update am Mi, 11.04.2018 11:17

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Verkehr

Situative Winterausrüstungspflicht endet am Sonntag

Ab Montag gilt keine Winterreifenpflicht mehr. Im April ist laut Experten der Blick aus dem Fenster aber wichtiger als das Datum auf dem Kalender.

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Wien – Bis zum Sonntag, 15. April, gilt die situative Winterausrüstungspflicht. Bis dahin müssen bei entsprechenden Fahrbahnverhältnissen Winterreifen am Auto sein. „Wird man mit falscher Bereifung erwischt, droht eine Geldstrafe. Im Falle einer Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer reicht der Strafrahmen bis 5000 Euro“, informierte ÖAMTC-Jurist Alexander Letitzki am Mittwoch.

„Und weil gerade der April oft macht, was er will, ist der Blick aus dem Fenster und in den Wetterbericht wichtiger als das Datum auf dem Kalender“, sagte Letitzki. Notfalls müsse das Auto stehen bleiben, wenn bereits umgesteckt wurde.

Versicherung zahlt möglicherweise nicht

Werden Verkehrsteilnehmer nach dem 15. April bei Schneefall mit Sommerreifen erwischt, kann das bei einem Unfall Probleme mit der Versicherung bringen. „Denn die Einschätzung der Fahrbahnverhältnisse und die Wahl der Ausrüstung liegen grundsätzlich beim Lenker – es ist also sehr wahrscheinlich, dass eine Kasko-Versicherung etwaige Schäden nicht zahlt“, sagte der ÖAMTC-Experte.

Eine Sommerreifenpflicht gibt es übrigens nicht. Dennoch sollte mit dem Umstecken nicht zu lange gewartet werden. „Winterreifen sind nicht für den Sommer gemacht. Das kann zu längeren Bremswegen, höherem Verschleiß und schlechterem Fahrverhalten führen“, erklärte ÖAMTC-Techniker Thomas Stix. „Gerade für die Übergangszeit empfiehlt der Mobilitätsclub daher, speziell bei längeren Fahrten Wetter- und Fahrbahnverhältnisse vorab zu checken - und das unabhängig vom Stichtag 15. April.“ (APA)

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