Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 15.05.2018


Bezirk Kitzbühel

Fahrgäste warten bald im Trockenen

Nach langem Warten soll vor dem Kreisverkehr in Kössen doch noch ein Buswartehäuschen aufgestellt werden.

© Michael MaderDie Bushaltestelle „Landbrücke-Kreisverkehr“ in Kössen ist nicht überdacht. Das soll sich aber in wenigen Wochen ändern.Foto: Mader



Von Michael Mader

Kössen – Schon seit Jahren kämpft die Niederndorferin Edeltraud Höck um ein Buswartehäuschen. Nachdem sie vor fünf Jahren ihre Pension antrat, fährt sie fast täglich von ihrem Wohnort nach Kössen. Fast genau so lange hofft sie auf ein Buswartehäuschen an der Haltestelle „Landbrücke-Kreisverkehr“ in Kössen. „So gut wie überall gibt es diese Wartehäuschen, sogar in Bichlach. Ich kann nicht verstehen, dass eine so reiche Gemeinde wie Kössen, die vom Fremdenverkehr lebt, hier nichts baut. Das kostet ja nicht die Welt“, ist Höck genervt von Schnee, Regen oder starker Sonneneinstrahlung während der Wartezeiten. Auch dass sie sich seit gut vier Jahren immer wieder im Gemeindeam­t ohne Erfolg beschwert, ärgert sie.

Bürgermeister Reinhold Flörl ist das Problem sehr wohl bekannt und er verspricht Abhilfe: „Das ist im Laufen und es kann sich nur noch um wenige Wochen handeln, bis das Wartehäuschen kommt.“ Allerdings soll die Haltestelle wegen der langen Busse ein wenig verschoben werden. „Da wäre es jetzt nicht sinnvoll, wenn wir das Betonfundament machen und dann wieder abreißen“, argumentiert der Bürgermeister.

Ebenfalls eine Lösung in Sicht ist bei den „fehlenden“ Busverbindungen nach St. Johann. Wie berichtet, sind davon vor allem Schüler, welche die HAK in Kitzbühel oder das Gymnasium in St. Johann i. T. besuchen, betroffen. Aber auch Pendler, die in Richtung Kitzbühel müssen.

Flörl steht dabei nicht nur in Kontakt mit den Nachbarbürgermeistern, sondern war auch bei der zuständigen Landeshauptmann-Stv. Ingrid Felipe. Vom Gespräch war er allerdings nicht sehr erfreut: „Wenn wir eine zusätzliche Linie wollen, müssen wir zwei Drittel der Kosten übernehmen.“ Deshalb kommt für ihn vorerst nur die „Minimalvariante“ mit einem zusätzlichen Bus an Schultagen in Frage. „Da sind die Kosten mit 15.000 Euro im Jahr noch überschaubar. Ein Stundentakt würde bis zu 60.000 Euro kosten“, merkt Flörl an.




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