Letztes Update am Di, 10.07.2018 13:55

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Sommerverkehr

Konflikte im Verkehr: Viele sehen Trendsportgeräte als Risiko

Laut einer Umfrage haben zwei Drittel der Befragten schon gefährliche Situationen erlebt.

© iStock(Symbolfoto)



Wien – Im Sommer steigt das Konfliktpotenzial auf Österreichs Straßen. Denn neben motorisierten Verkehrsteilnehmern sind vermehrt Radfahrer, Fußgänger und Nutzer von Trendsportgeräten wie Hoverboards, Rollern, Einrädern, Skate- oder Longboards unterwegs. Nicht bei allen sorgen diese Fortbewegungsmittel für Begeisterung, ergab eine Umfrage des ÖAMTC.

Die Umfrage unter 1.118 Personen zeigt, dass insbesondere Trendsportgeräte als Risikofaktor erachtet werden. Zwei Drittel der Befragten haben zumindest eine gefährliche Situation mit Nutzern von Trendsportgeräten erlebt. „Mit knapp 80 Prozent bewertet die Mehrheit der Befragten Trendsportgeräte als ‚No go‘ auf der Fahrbahn und für rund ein Drittel sollten sie auch am Gehsteig nicht erlaubt sein“, berichtete ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger. „In Parks und Freizeitanlagen ist die Verwendung der Geräte für die Mehrheit der Befragten durchaus passend, auf Radwegen sind sie für mehr als die Hälfte akzeptabel.“

Generell hängt das eingeschätzte Konfliktpotenzial mit anderen Verkehrsteilnehmern von der eigenen Art der Fortbewegung ab, teilte der Verkehrsclub am Dienstag in einer Aussendung mit. Fußgänger gaben an, am häufigsten mit „Smombies“ (ins Smartphone vertiefte Verkehrsteilnehmer) und Radfahrern in Konflikt zu geraten. Radfahrer hingegen bewerten das Konfliktpotenzial mit Autofahrern am höchsten. Und bei den Autofahrern gaben mit 65 Prozent die meisten an, mit Radlern oder E-Bikern in Konflikt zu geraten.

Knapp drei Viertel der Befragten haben den Eindruck, dass bei der Ahndung von Regelverstößen insbesondere Lenker motorisierter Fahrzeuge für ihre Verfehlungen bestraft werden. Demgegenüber meinen fast genauso viele Befragte (68 Prozent), dass Fußgänger und Lenker von Trendsportgeräten bei Regelverstößen nicht zur Verantwortung gezogen werden. (APA)