Letztes Update am Do, 09.08.2018 08:08

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wien

Abstimmung zum Essverbot in Wiener U6 endet: Hohe Teilnehmerzahl

Noch bis Ende der Woche kann die Meinung darüber kundgetan werden, ob etwa geruchsintensive Speisen wie Sushi und Kebap oder überhaupt alles Essbare in den U6-Waggons künftig ein No-Go sein soll.

© APA/FohringerNoch bis Sonntag wird darüber abgestimmt, was Passagiere künftig auf der Linie U6 in Wien essen dürfen. (Symbolfoto)



Wien – Die Wiener Linien lassen derzeit abstimmen, welche Speisen künftig auf der U-Bahn-Linie U6 verboten sein sollen. Am Sonntag endet das Voting. Bis spätestens Anfang September, dem anvisierten Beginn des Testversuchs, soll dann endgültig geklärt sein, was noch in den Zügen verspeist werden darf. Gestraft wird zumindest in der ersten Phase aber nicht.

Hohes Interesse an Umfrage, Auswertung nächste Woche

Das Interesse an der Umfrage sei sehr hoch, sagte eine Wiener-Linien-Sprecherin auf APA-Anfrage: „Wir bewegen uns im hohen fünfstelligen Bereich.“ Noch bis Ende der Woche kann man seine Meinung darüber kundtun, ob etwa „geruchsintensive Speisen“, Sushi, gefüllte Weckerl, Eis oder überhaupt alles Essbare in den U6-Waggons künftig ein No-Go sein soll. Zusätzlich wird gefragt, ob eine Ausweitung des Banns auf andere U-Bahn-Linien gewünscht ist.

Laut Sprecherin werden ab Anfang nächster Woche dann die Umfrageergebnisse ausgewertet bzw. im Lauf der Woche präsentiert. Sie würden bei der Erstellung der Verbotsliste berücksichtigt, hieß es. Kontrolliert werden die Regeln von Service- und Sicherheitsteams, die im Öffi-Netz unterwegs sind und generell auf die Einhaltung der Hausordnung schauen. Pönalen soll es aber bei Verstößen vorerst nicht geben. „Strafen sind in der ersten Zeit kein Thema“, versicherte die Sprecherin.

Den Vorstoß nach einem Essverbot in der U6 hatte Öffi-Stadt Ulli Sima (SPÖ) ausgeheckt. Sie berief sich auf vermehrte Beschwerden von Fahrgästen über übelriechende Nahrungsmittel. Zuvor hatte die „Kronen Zeitung“ bereits mehrfach das Thema ins Blatt gehoben. (APA)