Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 05.09.2018


Innsbruck

Parkgebühr auf der Innsbrucker Hungerburg soll kommen

Bewirtschaftung des Parkraums und Verkehrsberuhigung — das sind die Themen bei einer Infoveranstaltung für die Anrainer am 12. September (und nicht wie fälschlicherweise berichtet am heutigen Mittwoch).

© Böhm(Symbolfoto)



Von Marco Witting

Innsbruck — Notorische Parkplatznot in der ganzen Stadt auf der einen Seite, der Drang in die Natur auf der anderen: zwei Dinge, die auf der Innsbrucker Hungerburg dazu führen, dass regelmäßig das Parkchaos ausbricht. Um die Bewohner vom Freizeitverkehr zu entlasten, hat sich die Stadtregierung schon im Koalitions­abkommen zum Ziel gesetzt, die Parkraumbewirtschaftung auf der Hungerburg einzuführen. Bei zwei Infoveranstaltungen werden die Anrainer am 12. September darüber informiert (und eingebunden) — auch was in Sachen Verkehrsberuhigung geplant ist.

Vor allem auf dem alten Spar-Parkplatz tummeln sich schon seit einiger Zeit wohl viele Dauerparker, die der Parkraumbewirtschaftung in der Innenstadt aus dem Weg gehen wollen. Hier sollen laut Informationen aus dem Büro von Verkehrsstadträtin Uschi Schwarzl circa 170 Stellplätze bewirtschaftet werden; noch einmal 40 Parkplätze im Bereich der Kirche in einer Parkstraße. Von Montag bis Sonntag sollen künftig zwischen 9 und 19 Uhr pro halber Stunde 70 Cent verlangt werden. Maximal sollen 7 Euro am Tag fällig werden.

Die genauen Pläne werden am 12. September im Pfarrsaal Hungerburg präsentiert: Einmal um 16 Uhr, der zweite Termin findet um 18.30 Uhr statt. Dabei soll an verschiedenen Tischen eine Präsentation und dann auch eine Diskussion stattfinden, bei der auch die Anrainer ihre Anliegen vorbringen können.

Denn es geht nicht nur um die Parkraumbewirtschaftung. Laut der Einladung, die an insgesamt 1500 Haushalte auf der Hungerburg und entlang der Höhenstraße erging, geht es auch um sonstige Verkehrsmaßnahmen. Die Stadtregierung hat sich bereits im Regierungsübereinkommen auf einen Gehsteig zwischen Bahn-Parkplatz und Theresien­kirche geeinigt. Außerdem soll eine Mittel­insel im Bereich der Höhenstraße kommen. Und in der Gramartstraße soll der Verkehr beruhigt werden. Gerade beim letzten Punkt gibt es noch offene Fragen, wie dies geschehen könnte oder soll.