Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 25.10.2018


Österreich

Fahrplanänderung ab Dezember: ÖBB erhöhen Takt und Ticketpreise

Mit der jährlichen Fahrplanänderung der ÖBB steigen die Preise um 1,9 Prozent. 1,1 Mio. Zugkilometer kommen ab 1. Dezember dazu.

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Wien – Am 9. Dezember werden die Fahrpläne europaweit umgestellt. Neben einer Verkürzung der Takte auf zahlreichen Strecken kommen auch neue Verbindungen im ÖBB-Zugverkehr sowie ein Anstieg diverser Ticketpreise um im Schnitt 1,9 Prozent und damit leicht unter der Inflation.

Zu keiner Preissteigerung kommt es hingegen bei den ÖBB-Vorteilscards, manchen Sparschienetickets und sämtlichen Verbundtickets. „Damit sind über 50 Prozent aller Fahrten nicht von der Preiserhöhung betroffen“, betonte Andreas Matthä, Vorstandsvorsitzender der ÖBB, und sagte, dass die Fahrgäste weiterhin zu einem „sehr, sehr fairen Preis“ fahren würden. Mit „Sparschiene Komfort“ wird ab Februar 2019 ein neuer Tarif für Sparschienetickets mit Ticketreservierung angeboten.

Mit der Fahrplanänderung kommen rund 1,1 Millionen zusätzliche Zugkilometer im Nahverkehr. Der Fokus liege auf dem Osten, aber es werde laut den ÖBB auch der Nahverkehr in Tirol ausgeweitet. Details dazu werden am 22. November präsentiert. Neue Langstreckenverbindungen gibt es etwa von West nach Ost zwischen Zürich über Innsbruck nach Bratislava. An Wochenenden gibt es zusätzlich ICE-Verbindungen von Innsbruck und Kitzbühel nach Hamburg.

Auch die Fahrgastzahlen steigen. Für heuer sind 250 Millionen ÖBB-Reisende und damit ein Rekord prognostiziert. 2017 nutzten noch fünf Millionen Fahrgäste weniger die Züge der ÖBB. Seit 2012 konnten vor allem in Tirol, Oberösterreich und im Osten Zuwächse von mehr als fünf Prozent verzeichnet werden.

Matthä kündigte zudem eine Qualitätsoffensive an: „Wir investieren in neue Züge und modernisieren unsere bestehenden Garnituren.“ 1,8 Mrd. Euro werden innerhalb von fünf Jahren in 165 neue Cityjets investiert. Weitere 21 TALENT3-Cityjets gehen in Vorarlberg 2019 auf Schiene. 2020 sollen schließlich 25 Züge desselben Typs in Tirol folgen. In die Infrastruktur werden im selben Zeitraum 14 Mrd. Euro investiert. (APA, ecke)